José Ufarte
spanischer Fußballspieler
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José Armando Ufarte Ventoso (* 17. Mai 1941 in Pontevedra) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler und -trainer.
| José Ufarte | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | José Armando Ufarte Ventoso | |
| Geburtstag | 17. Mai 1941 (85 Jahre) | |
| Geburtsort | Pontevedra, Spanien | |
| Position | Sturm | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| Pontevedra CF | ||
| 1955–1960 | Flamengo Rio de Janeiro | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1961–1962 | Corinthians São Paulo | 19 (5) |
| 1962–1964 | Flamengo Rio de Janeiro | 35 (6) |
| 1964–1974 | Atlético Madrid | 247 (25) |
| 1974–1976 | Racing Santander | 55 (10) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1964 | Spanien B | 1 (0) |
| 1965–1972 | Spanien | 16 (2) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| Atlético Madrid (Jugend) | ||
| 1985–1986 | Reyfra Atlético Club | |
| 1988 | Atlético Madrid | |
| 1988–1990 | Racing Santander | |
| 1992–1993 | CP Mérida | |
| 1997–2004 | Spanien (Nachwuchs) | |
| 2002–2004 | Spanien U16 | |
| 2002–2004 | Spanien U19 | |
| 2002–2004 | Spanien U21 | |
| 2003–2004 | Spanien U20 | |
| 2004–2008 | Spanien (Assistenz) | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Karriere
Verein
Ufarte wurde in der galicischen Stadt Pontevedra geboren. 1954 wanderte er mit seinem Vater nach Brasilien aus. Nachdem er in den Jugendmannschaften von Flamengo gespielt hatte, schaffte er 1958 den Sprung in die erste Mannschaft des Vereins aus Rio de Janeiro. In der Saison 1961/62 wechselte Ufarte zu Corinthians São Paulo, kehrte anschließend aber zu Flamengo zurück. In dieser Zeit gewann er mit dem Torneio Rio-São Paulo 1961 und der Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro 1963 seine ersten beiden Titel.
1963 stand Ufarte kurz vor einem Wechsel zu Real Madrid, doch der jedoch nicht zustande kam, da eine nach dem Scheitern der spanischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1962 in Chile verabschiedete Verbandsregel die Verpflichtung von Ausländern untersagte und er als Ausländer galt, da er ursprünglich in Brasilien registriert war.[1] Ein Jahr später wurde er dennoch von Atlético Madrid verpflichtet, nachdem es dem Klub gelungen war, die administrativen Hürden mit einer Bescheinigung eines Vereins aus Pontevedra zu überwinden, bei dem Ufarte als Jugendspieler gespielt hatte.
Am 13. September 1964 gab er sein Debüt in der spanischen Primera División im Spiel gegen Real Betis. Insgesamt bestritt Ufarte zehn Spielzeiten für die „Colchoneros“. Er absolvierte 247 Ligaspiele, in denen er 25 Tore erzielte und feierte drei Meistertitel sowie zwei Pokalsiege. 1974 erreichte er mit Atlético das Finale des Europapokals der Landesmeister gegen den FC Bayern München, welches nach einem dramatischen 1:1 nach Verlängerung mit 0:4 im Wiederholungsspiel verloren wurde.
Anschließend wechselte Ufarte zu Racing Santander in die Segunda División. Mit dem kantabrischen Verein gelang ihm in seiner ersten Saison der Aufstieg in die Primera División. Am Ende der Saison 1975/76 beendete Ufarte seine Karriere als Spieler. Bei Racing bestritt er insgesamt 55 Spiele, davon 27 in der Primera División, und erzielte zehn Tore.
Nationalmannschaft
Ufarte debütierte im Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England beim 0:1 gegen Irland in Dublin in der spanischen Nationalmannschaft. Nachdem die Spanier das Rückspiel in Sevilla mit 4:1 gewonnen hatten, wurde entsprechend der damaligen Regularien ein Entscheidungsspiel angesetzt. Durch Ufartes Treffer in der 82. Spielminute qualifizierte sich Spanien für die Weltmeisterschaft.
Dort gehörte Ufarte zum spanischen Aufgebot. Während des Turniers kam er jedoch nur beim 1:2 im Auftaktspiel der Gruppenphase gegen Argentinien zum Einsatz. In den weiteren Partien fand er keine Berücksichtigung. Spanien schied als Gruppendritter nach der Vorrunde aus dem Turnier aus.
Sein letztes von insgesamt 16 Länderspielen, in denen er zwei Tore erzielte, bestritt Ufarte am 19. Oktober 1972 beim 2:2 im Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 in der Bundesrepublik Deutschland.
Trainerkarriere
Nach Beendigung seiner Spielerkarriere wurde Ufarte in den Trainerstab von Atlético aufgenommen, wo er im Jugendbereich war. 1985 trainierte er die Reservemannschaft des Klubs. Nach der Entlassung von César Luis Menotti übernahm er im März 1988 für drei Spiele interimistisch das Amt des Cheftrainers bei Atlético.
Anschließend kehrte Ufarte für zwei Spielzeiten zu seinem alten Klub Racing Santander als Cheftrainer zurück. In der Saison 1992/93 trainierte er den Zweitligisten CP Mérida.
1997 trat er dem Stab des spanischen Fußballverbands bei. Dort trainierte er die spanischen Nationalmannschaften der U16, U19, U20 und U21.
Bei der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2004 in der Schweiz gewann er mit der spanischen Auswahl den Titel. Anschließend wurde er Assistent von Nationaltrainer Luis Aragonés, der Spanien zum Gewinn der Europameisterschaft 2008 führte.[2]
Erfolge
Weblinks
- José Ufarte in der Datenbank von EU-Football.info (englisch)
- José Ufarte in der Datenbank von National-Football-Teams.com (englisch)
- José Ufarte (Spielerprofil) in der Datenbank von transfermarkt.de
- José Ufarte (Trainerprofil) in der Datenbank von transfermarkt.de