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Juan Barjola

spanischer Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Barjola war ein Sohn des Bauern Lorenzo Galea Álvarez und dessen Frau Candelaria (geborne Barjola Sánchez). Er begann bereits als Kind Fantasiegestalten, Bäume und Tiere nach der Natur zu zeichnen oder Kopien von Zeichenblättern herzustellen, die ihm sein Lehrer im Unterricht gab. Als weitere Kopiervorlagen dienten ihm Drucke mit Kinderzeichnungen, die ihm der Maler Julio Núñez schenkte, der seine Sommer im Dorf verbrachte und Blumenkästen mit Landschaftsbildern verzierte.[1] Er begann auch damit Holzfiguren zu schnitzen. 1934 zog er nach Badajoz, um an der dortigen Kunstgewerbeschule spanisch Escuela de Artes y Oficios de Badajoz zu studieren.

Seine Teilnahme am Spanischen Bürgerkriegs (1936–1939) prägte sein späteres Werk, in dem er die tragischen Ereignisse teilweise verarbeitete. 1940 kam er nach Madrid, um sein Studium an der dortigen Kunstgewerbeschule in der Calle de la Palma fortzusetzen. Er wohnte dort im Arbeiterviertel Carabanchel und fertigte Stillleben oder übte sich in Fantastischer Malerei und Komposition. Barjola schrieb sich 1943 als externer Student für Bildhauerei und Holzschnitt an der Königlichen Akademie der Schönen Künste San Fernando spanisch Escuela de Bellas Artes de San Fernando ein. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Geselle in den Talleres de Arte ‚Kunstwerkstätten‘ von Félix Granda (1868–1954). Er besuchte zudem Kurse im Círculo de Bellas Artes ‚Zirkel der Schönen Künste‘ und Kunstmuseen wie das Museo del Prado, um die dortigen Werke zu studieren und zu zeichnen. Dabei interessierten insbesondere die traditionellen spanischen Werke von Künstlern wie Diego Velázquez, Francisco de Goya und El Greco oder die Flämische Malerei von Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel dem Älteren, nach denen er seinen expressionistischen Stil ausbildete. Gemeinsam mit dem Graveur und Maler Manuel Castro Gil (1891–1963) fertigte er zwei Kaltnadelradierungen an. In dieser eher naturalistischen Periode schuf er neben akademischen Arbeiten überwiegend Genreszenen aus dem häuslichen und familiären Leben. Um seinen eigenen Stile zu finden, schuf Barjola Werke in Schwarz-Weiß oder Erdtönen mit kleinen Pinselstrichen in leuchtendem Rot und setzte sich intensiv mit der räumlichen Anordnung der Figur auseinander. Eine Periode der Blau- und Kühltöne wechselte sich mit einer anderen Periode wärmerer Farben ab.

Ein Stipendium der Fundación Juan March erlaubte es ihm drei Monate in Belgien zu leben, wo ihn großformatigen Gemälde James Ensors sehr beeindruckten. Barjola reiste von dort aus nach Paris und studierte die Werke von Georges Braque, Marc Chagall, Henri Matisse, Pablo Picasso, Chaim Soutine, Georges Rouault und Nicolas de Staël. 1957 hatte er seine erste eigene Ausstellung in der Galería Abril. Am Ende der 1950er-Jahre entwickelte sich sein Stil in Richtung der Abstraktion der Formen. Ein zweites Stipendium der Stiftung erlaubte es ihm sein Studium der genannten Maler im Museo de Arte Moderno fortzusetzen und zu vertiefen und Italien zu besuchen, wo er in Mailand, Padua und Venedig die Werke Tizians und Domenico Tintorettos bestaunte.

Zwischen 1968 und 1975 war er Professor für Farbenlehre und Komposition an der Kunstakademie San Fernando.

Er galt als einer der bedeutendsten Maler der spanischen zeitgenössischen Kunst. Seine expressionistischen Gemälde wurden weltweit in Einzelausstellungen gezeigt, so in Venedig, New York und Tokio. Barjola schenkte dem Museum der Schönen Künste von Asturien in Oviedo 102 seiner Werke, die in dem am 16. Dezember 1988 neu eröffneten Museo Juan Barjola im Palacio de la Trinidad in Gijón ausgestellt werden.[2] Ferner werden Werke von ihm im Museo Extremeño e Iberoamericano de Arte Contemporáneo in Badajoz präsentiert. 1987 wurde er von der Regierung des Fürstentums Asturien zum Ehrenbürger ernannt.

Barjola starb 2004 im Alter von 85 Jahren in einem Madrider Krankenhaus an den Folgen eines Sturzes.[3]

Familie

Barjola war seit 1946 mit Honesta (geborene Fernández) verheiratete.

  • José Antonio Barjola (* 1948)

Werke (Auswahl)

  • 1943: Plaza Mayor de Madrid.
  • 1951: La niña del plato de manzanas.
  • 1968: Retablo de las maravillas.
  • 1971: El otro muro de las lamentaciones.
  • 1972: Eros en el campo.
  • 1974: Momento erótico.
  • 1976: Tercer mundo.
  • 1978: Crucifixión.
  • 1979: Puerta cerrada.
  • 1986: Camerino díptico.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1950 und 1962: Medaillen für Zeichnung und Malerei in Nationalen Ausstellungen
  • 1962: Großer Preis für Malerei
  • 1963: Großer Preis für Zeichnung beim 11. Nationalen Kunstwettbewerb
  • 1964: kleine Medaille für Malerei in der Nationalen Kunstausstellung
  • 1968: Große Medaille für Malerei in der Nationalen Kunstausstellung[4]
  • 1985: Spanischer Nationalpreis für bildende Künste[5]
  • 1987: Ehrenbürger des Fürstentums Asturien
  • 2001: Premio Tomás Francisco Prieto[1]

Literatur

  • Joaquin de la Puente: Barjola (= Artistas Españoles Contemporáneos. Nr. 13) Dirección General de Bellas Artes, Madrid 1971.

Einzelnachweise

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