Juan Berrone

argentinischer Bildhauer From Wikipedia, the free encyclopedia

Juan Francisco Hipólito Berrone (auch Giovanni Berrone) (* 15. Mai 1893 in Buenos Aires, Argentinien; † 1983 in Cannes, Frankreich) war ein argentinischer Bildhauer und Maler[1][2] und in der Filmproduktion aktiv.

Leben und Werk

Berrone studierte in Paris und verbrachte einige Zeit im Atelier von Antoine Bourdelle.[3] Außerdem studierte er in Italien an der Accademia Ligustica di Belle Arti in Genua. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil.

Nach dem Krieg widmete sich Berrone der Bildhauerei. Ab 1918 begann er mit eigenen Ausstellungen. So nahm Berrone zwischen 1918 und 1929 regelmäßig an einer großen Kunstausstellung im Salon des Promotrice teil und zwischen 1929 und 1932 am Salon dei Sindacali. Mit der Figurine Pathos nahm Berrone an der XVII. internationalen Kunstausstellung 1930 in Venedig teil.[4] Die Zeit des Zweiten Weltkrieges verbrachte Berrone hauptsächlich im Frankreich.[5]

Studienreisen führten ihn in verschiedene europäische Länder, die mit Ausstellungen u. a. in Paris, Rom, London sowie in New York verbunden waren. Berrone schuf die Bronzeplastik für die Villa Walter Fontane in Briosco, die von der Architektin Elena Balsari Berrone entworfen wurde.[6] Berrone schuf viele Modelle zu kleinen und mittelgroßen Bronzen. Zu seinen wichtigen großformatigen Werken zählt die Büste für das Monument Albert Schweitzer im elsässischen Kaysersberg. In seiner Heimatstadt Buenos Aires steht die Sphinx-Büste.[7]

Denkmal für Albert Schweitzer in Kaysersberg

Seine Figuren lassen sich schwer deuten, da sie durch ihre Bewegungen in verschiedene künstlerische Stilrichtungen passen. Sie neigten ab Ende der 1920er Jahre zur Vereinfachung, schwankend zwischen Realismus und Stilisierung.[5]

Berrone war Produzent des Kurzfilms Un drôle de locataire (1935) und Produktionsleiter bei Coup de vent (1936),[8] Les secrets de la Mer Rouge (1937) und Ça... c'est du sport (1938).[9]

Werke (Auswahl)

  • Bronzestatue Ondine an der Strandpromenade von L’Île-Rousse auf Korsika, Frankreich[10][11]
  • Pathos, 1930
  • Akkordeonspieler, 1930
  • Monument Albert Schweitzer in Kaysersberg/Elsass, Frankreich, 1970

Einzelnachweise

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