Juan Luis Marén
kubanischer Ringer
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Juan Luis Marén Delis (* 20. August 1971 in Santiago de Cuba) ist ein ehemaliger kubanischer Ringer, der im griechisch-römischen Stil zwei olympische Silbermedaillen und eine olympische Bronzemedaille gewann. Hinzu kamen zwei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften. Bei Panamerikanischen Spielen erkämpfte er vier Goldmedaillen.
Sportliche Karriere
Der 1,65 Meter[1] große Marén vom Verein Cerro Pelado trat bis 1996 in der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm an, von 1997 bis 2001 kämpfte er in der Klasse bis 63 Kilogramm und ab 2002 in der Klasse bis 66 Kilogramm.
Nachem er 1988 Jugendweltmeister und 1989 Zweiter der Juniorenweltmeisterschaften geworden war, gewann Maren 1990 seine ersten Medaillen in der Erwachsenenklasse. Er siegte 1990 bei den Zentralamerika-Meisterschaften und bei den Zentralamerika- und Karibikspielen in Mexiko-Stadt.[2] 1991 siegte Marén sowohl bei den Panamerikanischen Meisterschaften als auch bei den Panamerikanischen Spielen in Havanna jeweils vor Ike Anderson aus den Vereinigten Staaten.[2] Bei den Weltmeisterschaften in Warna errang Marén die Bronzemdaille hinter Sergei Martynow aus der Sowjetunion und Akif Pirim aus der Türkei.[3]
1992 verteidigte Marén seinen Titel bei den Panamerikanischen Meisterschaften, wobei erneut Anderson den zweiten Platz belegte.[4] Bei den Olympischen Spielen in Barcelona verlor Marén seinen Auftaktkampf gegen Akif Pirim und gewann danach vier Kämpfe. Im Finale gewann Pirim gegen Martynow, Marén bezwang im Kampf um die Bronzemedaille den Polen Włodzimierz Zawadzki mit einem 5:0-Kampfrichterentscheid.[5] 1993 siegte Marén einmal mehr bei den Panamerikanischen Meisterschaften.[2] Bei den Weltmeisterschaftn in Stockholm gewann der jetzt für Russland antretende Martynow vor dem Rumänen Ender Memet, Marén erkämpfte die Bronzemedaille.[6] Im November 1993 bei den Zentralamerika- und Karibikspielen in Ponce siegte Marén vor dem Venezolaner Winston Santos.[7]
1994 verteidigte Marén seinen Titel bei den Panamerikanischen Meisterschaften. Bei den Weltmeisterschaften in Tampere belegte er den zwölften Platz.[2] 1995 bei den Panamerikanischen Spielen in Mar del Plata gewann Marén den Titel vor Winston Santos.[8] Bei den Weltmeisterschaften in Prag wurde er Zehnter.[2] 1996 war Atlanta Austragungsort der Olympischen Spiele. Marén bezwang in der zweiten Runde den amtierenden Weltmeister Sergei Martynow und erreichte dann das Finale, dort unterlag er dem Polen Włodzimierz Zawadzki.[9]
1997 siegte Marén bei den Panamerikanischen Meisterschaften. Bei den Weltmeisterschaftn in Breslau erreichte er den sechsten Rang. 1998 gewann er erneut bei den Panamerikanischen Meisterschaften.[2] Anfang August siegte Marén bei den Zentralamerika- und Karibikspielen in Maracaibo.[10] Ende August erreichte er den fünften Platz bei den Weltmeisterschaften in Gävle.[11] 1999 siegte Marén bei den Panamerikanischen Spielen in Winnipeg vor dem Peruaner Enrique Cubas.[12] Zwei Monate später wurde Marén 24. bei den Weltmeisterschaftn in Athen.[2]
2000 gewann Marén seinen siebten Titel bei den Panamerikanischen Meisterschaften.[2] Bei den Olympischen Spielen in Sydney wurde das Ringerturnier nach einem neuen System ausgetragen. Aus vier Vorrundengruppen kamen die Sieger ins Viertelfinale, aus den anderen beiden Vorrundengruppen rückten die Sieger gleich ins Halbfinale auf. Marén bezwang im Halbfinale den Schweizer Beat Motzer. Im Finale unterlag er dem Russen Warteres Samurgaschew.[13] 2001 siegte Marén zum achten Mal bei den Panamerikanischen Meisterschaften.[2] Bei den Weltmeisterschaftn in Patras erreichte Marén den vierten Platz. Im Kampf um Bronze verlor er gegen den Israeli Michael Beilin.[14]
2002 gab es neue Gewichtsklassen. Marén gewann bei den Panamerikanischen Meisterschaften den ersten Titel in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm, insgesamt war es sein neunter Erfolg. Bei den Weltmeisterschaftn in Moskau wurde er Achter.[2] 2003 bei den Panamerikanischen Spielen in Santo Domingo gewann Marén seinen insgesamt vierten Titel vor Angelo Mota aus der Dominikanischen Republik.[15] Zwei Monate später wurde Marén 14. bei den Weltmeisterschaften in Créteil. Zum Abchluss seiner Laufbahn als Aktiver qualifizierte sich Marén für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Dort traf er in seiner Vorrundengruppe auf den späteren Olympiasieger Fərid Mansurov. Nach seiner Vorrundenniederlage wurde Marén als 13. von 20 Teilnehmern gelistet.[16]
Weblinks
- Juan Luis Marén in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)