Judith Kimble

Professorin für Biochemie, Molekular-, Zell- und regenerative Biologie From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Judith Kimble erwarb 1971 an der University of California, Berkeley, einen Bachelor und arbeitete anschließend zwei Jahre an der Universität Kopenhagen. 1978 erwarb sie bei David I. Hirsh an der University of Colorado Boulder mit der Arbeit The post-embryonic cell lineages of the hermaphrodite and male gonads in Caenorhabditis elegans einen Ph.D. in Molekular-, Zell- und Entwicklungsbiologie. Als Postdoktorandin arbeitete sie bei dem späteren Nobelpreisträger John E. Sulston am Laboratory of Molecular Biology des Medical Research Council. Seit 1983 ist Kimble an der University of Wisconsin–Madison. Hier hat sie (Stand 2024) je eine nach Henry Vilas und Vannevar Bush benannte Professur für Biochemie inne. Von 1994 bis 2019 forschte sie zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute.[1]

Kimble und Mitarbeiter erforschen die genetischen und molekularen Grundlagen (insbesondere Kontrolle der Translation) der Zelldifferenzierung, sie verwenden Caenorhabditis elegans als Modellorganismus. Forschungsgebiete sind a) die Kommunikation der Zellen untereinander während der Differenzierung, wobei sie einen stark konservierten Signalweg aufklärten, b) die Mechanismen der Kontrolle der Geschlechtsdifferenzierung auf organismischer und auf zellulärer Ebene und c) die Mechanismen, eine Asymmetrie im Embryo zu etablieren. Weitere Arbeiten befassten sich mit der Stammzellnische, mit dem Notch-Signalweg und dem Wnt-Signalweg.

Laut Datenbank Scopus hat Kimble einen h-Index von 70 (Stand Februar 2026).[2]

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

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