Julia Frick (Literaturwissenschaftlerin)

deutsche Literaturwissenschaftlerin und Germanistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Julia Frick (* 1986) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin, Germanistin und Hochschuldozentin.

Werdegang

Frick absolvierte ihr Abitur auf dem Internat Birklehof und studierte klassisches Latein, Mittellatein sowie Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Als Teil eines DFG-Projektes unter der Leitung von Nikolaus Henkel promovierte sie mit einer Edition und Untersuchungen zu Thomas Murners Aeneis (1515). 2016 bis 2021 war sie Assistentin, danach Oberassistentin am Deutschen Seminar der Universität Zürich. Forschungsaufenthalte führten sie an die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und das Somerville College in Oxford. Nach Professurvertretungen in Heidelberg, Frankfurt am Main und Rostock nahm sie 2025 den Ruf auf die Rostocker Professur für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters an.[1]

Sie forscht zu mittelhochdeutscher Epik, Überlieferungen und Editionen, Übersetzungen und Antikenrezeption in Humanismus und Früher Neuzeit.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Susanne Köbele (Hrsg.): wildekeit. Spielräume literarischer obscuritas im Mittelalter (= Wolfram-Studien. Band 25). Berlin 2018.
  • Thomas Murners Aeneis-Übersetzung (1515). Lateinisch-deutsch Edition und Untersuchungen (= Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters. Band 149). 2 Bände. Wiesbaden 2019.
  • Ascendimus Hierosolimam. Mediale Zeitsemantiken in Johannes Ecks Schiff des Heils (1512). In: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Band 93, 2019, S. 469–492.
  • mit Coralie Rippl (Hrsg.): Dynamiken literarischer Form im Mittelalter (= Mediävistische Perspektiven. Band 10). Zürich 2020.
  • Reflexionen des Untergangs. Erzählem vom Ende in den Fassungen der Nibelungenklage. In: Julia Weitbrecht, Andreas Bihrer, Timo Felber (Hrsg.): Die Zeit der letzten Dinge. Deutungsmuster und Erzählformen des Umgangs mit Vergänglichkeit in Mittelalter und Früher Neuzeit (= Encomia Deutsch. Band 6). Göttingen 2020, S. 125–142.
  • mit Oliver Grütter (Hrsg.): abbreviatio. Historische Perspektiven auf ein rhetorisch-poetisches Prinzip. Basel 2021.
  • Konstruktionen des ‚Wahn‘ in Sebastina Brants Narrenschiff und Jakob Lochers Stultifera navis. In: Mireille Schnyder, Nina Nowakowski (Hrsg.): Wahn, Witz und Wirklichkeit. Poetik und Episteme des Wahns vor 1800 (= Traum – Wissen – Erzählen. Band 11). München 2021, S. 95–123.
  • Der Kommentar als Modellfall sozialhistorischer Differenzierung. Lateinisch-deutsche Sprachlogiken in der Überlieferung des Granum sinapis. In: Maximilian Benz, Gideon Stiening (Hrsg.): Nach der Kulturgeschichte. Perspektiven einer neuen Ideen- und Sozialgeschichte der deutschen Literatur. Berlin / Boston 2022, S. 177–203.
  • Hartmann von Aue: Erec/Ereck. Ein editionsphilologischer und texthermeneutischer Zielkonflikt? In: Oxford German Studies. Band 52, 2023, S. 399–415.
  • Poetik der Kürzung. Studien zu Kurzfassungen in der mittelhochdeutschen Epik (= Bibliotheca Germanica. Band 80). Tübingen 2024.
  • Vollständigkeit und Fragmentierung. Poetologische, mediale und pragmatische Bedingungen des Fragmentarischen am Beispiel von Konrads von Würzburg Trojanerkrieg. In: Cornelia Herberichs, Robert Schöller (Hrsg.): Fragmente und Fragmentierungen. Neue Zugänge zur mittelalterlichen deutschsprachigen Überlieferung (= Wolfram-Studien. Band 28). Berlin 2024, S. 109–131.
  • mit Christian Kiening, Oliver Grütter (Hrsg.): ZeitWerk. Die Astronomische Uhr in Straßburg (1574). Texte und Bilder (= Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen. Band 47). Zürich 2025.

Einzelnachweise

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