Julia Spohr
deutsche Historikerin
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Julia Spohr (* 1981 in Berlin) ist eine deutsche Historikerin. Seit 2026 ist sie Leiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Geschäftsführerin der zugehörigen Stiftung.
Leben
Spohr studierte ab 2001 Neuere/Neueste Geschichte, Politikwissenschaft und Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie schloss das Studium 2008 als Magistra ab. Von 2008 bis 2010 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen tätig. Von 2011 bis 2016 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, tätig. Ab 2010 arbeitete sie am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin an ihrer Dissertation über das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen. 2013 wurde sie promoviert. Sie war Promotionsstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Von 2016 bis 2019 war Spohr für die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft tätig, zunächst bis 2018 als wissenschaftliche Referentin der Geschäftsführung und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit und zuletzt als stellvertretende Geschäftsführerin und (weiterhin) Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit. Von 2020 bis 2025 war sie Leiterin der Geschäftsstelle der Deutschen Digitalen Bibliothek.[1][2]
Seit 2026 ist Spohr als Nachfolgerin von Johannes Tuchel Leiterin der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin sowie Geschäftsführerin der zugehörigen Stiftung. In dieser Eigenschaft ist sie auch für die Gedenkstätte Plötzensee, die Gedenkstätte Stille Helden und das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt verantwortlich.[3]
Publikationen
- In Haft bei der Staatssicherheit: Das Untersuchungsgefängnis Berlin-Hohenschönhausen 1951–1989. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015.
- gemeinsam mit Wolfgang Oleschinski: Heute: Haus der Erziehung: Der Strafvollzug der DDR in Torgau 1950 bis 1990. Begleitbuch zur Ausstellung. Sandstein, Dresden 2018.