Julia Wege

deutsche Sozialarbeiterin, Professorin und Sachverständige zu Aspekten von Zwangsprostitution From Wikipedia, the free encyclopedia

Julia Wege (* 1986) ist eine deutsche Sozialarbeiterin, Autorin, Kuratorin[1] und Professorin an der Hochschule Ravensburg-Weingarten.[2]

Leben und Wirken

Julia Wege wuchs in Baden-Württemberg am Bodensee auf.[3] Ab 2005 studierte sie in Heidelberg Soziale Arbeit und war zwischen 2008 und 2012 im Bereich der Wohnungslosenhilfe tätig. In ihrer Masterarbeit im Jahre 2010[4] an der SRH Hochschule Heidelberg untersuchte sie die Situation weiblicher Prostituierter. 2012 gründete sie in Mannheim die Beratungsstelle Amalie[5][6], deren Leiterin sie bis 2021 war und deren Beirat sie im Jahre 2022 angehörte.[7] Parallel dazu war Wege im Jahre 2017 Referentin im Referat Gleichstellung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg.

In ihrer Dissertation untersuchte sie Biografien in der Prostitution.[8] Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Gemeinwesenarbeit sowie auf Methoden und Theorien sozialer Arbeit.

Wege trat in der ZDF-Reihe 37 Grad auf.[9] In arte-Fernsehdokumentationen zum Thema Zwangsprostitution sowie auf Bibel TV fungierte sie als Sachverständige.[10][11][12]

Wege lebt in Mannheim.[13]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monografien

Aufsätze in Fachzeitschriften

  • Lebensbiografien von Frauen in der Prostitution, Trauma, Jg. 20, 2/2022, S. 26–35.
  • Das (un-)sichtbare Feld der Prostitution. Gemeinwesenarbeit und Streetwork als methodische Zugänge, Soziale Arbeit, 3/2018, S. 100–106.
  • Zwischen ökonomischem Tauschgeschäft und schwierigem Ausstieg – Soziale Arbeit mit Frauen in der Prostitution, Sozialmagazin, 9/10, S. 88–97.
  • Prostitution und Soziale Arbeit zwischen Ausstiegsberatung, Einzelfallhilfe und gesellschaftspolitischer Arbeit, Soziale Arbeit, 11/2015, S. 410–419.
  • Gelingende Nachbarschaft – Aktivierende Befragung als Methode in sozialen Brennpunkten, Soziale Arbeit, 1/2012, S. 17–24.
  • Wohnungslosigkeit als Folge multipler Problemlagen – Neue Zielgruppen und Versorgungslücken im Hilfesystem, Soziale Arbeit, 11/2012, S. 408–414.
  • Soziale Arbeit und Prostitution – Handlungsbedarf und Entwicklungsmöglichkeiten in einem tabuisierten Berufsfeld, Soziale Arbeit, 1/2011, S. 8–18.

Einzelnachweise

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