Juliane Frühwirt

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Juliane Frühwirt (* 18. März 1998 in Gotha) ist eine ehemalige deutsche Biathletin.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Juliane Frühwirt
Juliane Frühwirt (2022)
Verband Deutschland Deutschland
Geburtstag 18. März 1998 (28 Jahre)
Geburtsort Gotha, Deutschland
Größe 164 cm
Gewicht 55 kg
Karriere
Verein SV Motor Tambach-Dietharz
Trainer Bernhard Kröll
Debüt im IBU-Cup 2019
Debüt im Weltcup 2021
Status zurückgetreten
Karriereende 2026
Medaillenspiegel
JWM-Medaillen 0 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
YOG-Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
JEM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
DM-Medaillen 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
 Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2019 Brezno-Orsblie Einzel
Silber 2019 Brezno-Osrblie Staffel
 Olympische Jugend-Winterspiele
Gold 2016 Lillehammer Sprint
Silber 2016 Lillehammer Mixedstaffel
 Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
Bronze 2019 Sjusjøen Mixedstaffel
Bronze 2019 Sjusjøen Sprint
Gold 2019 Sjusjøen Verfolgung
 Deutsche Meisterschaften
Gold 2017 Ruhpolding Staffel
Bronze 2019 Ruhpolding Staffel
Bronze 2022 Oberhof Einzel
Bronze 2022 Oberhof Sprint
Silber 2024 Altenberg Sprint
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 65. (2022/23)
IBU-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 09. (2020/21)
Einzel-IBU-Cup 08. (2020/21, 2021/22)
Sprint-IBU-Cup 16. (2020/21)
Verfolgungs-IBU-Cup 05. (2020/21)
Massenstart-IBU-Cup 05. (2021/22)
 
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Herkunft und Leben

Juliane Frühwirt stammt aus Tambach-Dietharz im Landkreis Gotha und wurde schon als kleines Kind von ihren Eltern mit auf Skitouren genommen. Im Alter von acht Jahren trat sie dem örtlichen Skiclub bei und fing mit systematischem Training an. 2012, im Alter von 14 Jahren, wechselte sie an das Skigymnasium Oberhof um Schulausbildung und gute Trainingsmöglichkeiten zu kombinieren. Nach bestandenem Abitur im Frühjahr 2017 zog sie nach Mittenwald um, um am dortigen Stützpunkt bei Bernhard Kröll zu trainieren.

Juliane Frühwirt war nach dem Abitur bis 2024, als sie ihren Kaderstatus verlor, Mitglied der Spitzensportförderung der Bundeszollverwaltung.

Werdegang

Juliane Frühwirt bestritt ihre ersten internationalen Biathlonrennen bei den Olympischen Jugend-Winterspielen 2016 in Lillehammer. Nach fehlerfreiem Schießen gewann sie mit dem Sprint ihr erstes Rennen, in der Mixedstaffel gewann sie gemeinsam mit Franziska Pfnür, Simon Groß und Danilo Riethmüller hinter der siegreichen Mannschaft aus Norwegen die Silbermedaille.

Im Herbst 2017 gewann sie in Ruhpolding bei den Deutschen Meisterschaften gemeinsam mit Luise Kummer und Marie Heinrich das Staffelrennen. Im Winter 2017/18 nahm sie zum ersten Mal an Rennen im IBU-Junior-Cup teil und erreichte in ihrer ersten Saison vier Top-10-Platzierungen. Beim Sprint in Nové Město na Moravě verfehlte sie als Vierte ihre erste Podiumsplatzierung um weniger als zwei Sekunden. Bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2018 in Otepää war sie weniger erfolgreich und erreichte in keinem Rennen eine Top-10-Platzierung. In der Saison 2018/19 stand sie im IBU-Junior-Cup im Mixedstaffelrennen im französischen Prémanon gemeinsam mit Max Barchewitz, Tim Grotian und Hanna-Michéle Hermann als Zweite zum ersten Mal auf dem Podium. In den beiden folgenden Tagen wurde sie zuerst im Sprint erneut Zweite und verbesserte sich – trotz sieben Schießfehlern – im Verfolgungsrennen um einen Rang und gewann ihr erstes Rennen im Junior-Cup. Direkt im Anschluss gewann sie bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2019 in Brezno-Osrblie nach Silber im Einzelwettkampf gemeinsam mit Franziska Pfnür und Hanna Kebinger Silber im Staffelrennen. Außerhalb der Juniorenrennen wurde sie zudem bei den Biathlon-Europameisterschaften 2019 in Minsk eingesetzt, wo sie die Ränge 24, 51 und 39 erreichte. Sie blieb zum Saisonfinale Teil der IBU-Cup-Mannschaft und wurde beim letzten Rennen der Saison, dem Sprint in Otepää hinter Chloé Chevalier und Janina Hettich Dritte und sicherte sich damit ihre erste Podiumsplatzierung im IBU-Cup. Zurück bei den Junioren nahm sie noch an den Biathlon-Junioreneuropameisterschaften 2019 teil. Nach Bronze in der Mixedstaffel gewann sie Bronze im Sprintrennen und Gold im Verfolgungsrennen.

Wie bereits zwei Jahre zuvor war Juliane Frühwirt bei den Deutschen Meisterschaften in Ruhpolding erneut erfolgreich und gewann gemeinsam mit Vanessa Voigt und Marie Heinrich die Bronzemedaille im Staffelrennen. Im Winter 2019/20 gehörte sie zum Saisonanfang zur deutschen Mannschaft im IBU-Cup, ein siebter Platz bei den Auftaktrennen im norwegischen Sjusjøen blieb jedoch ihre einzige Top-10-Platzierung des Winters. Bei den Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2020 in der Lenzerheide wurde sie Achte im Einzelwettkampf, 18. im Sprint und Siebte in der Verfolgung. Im Staffelrennen verfehlte sie gemeinsam mit Franziska Pfnür, Sabrina Braun und Lisa Spark als Viertplatzierte knapp die Medaillenränge. Beim Junior-Cup am Arber erreichte sie als Zweite erneut eine Podiumsplatzierung.

In der Saison 2020/21 wurde sie in der IBU-Cup-Gesamtwertung Neunte, in der Verfolgungswertung wurde sie Fünfte, in der Einzelwertung Achte. Zum Saisonende nahm sie am Sprint-Weltcup in Östersund teil, erreichte aber als 62. nur einen Platz außerhalb der Weltup-Punkteränge. Auch zum Auftakt der Weltcup-Saison 2021/22 gehörte sie an gleicher Stelle wieder zum Weltcup-Kader. Nachdem sie aber erneut ohne eine Platzierung in den Punkterängen geblieben war, startete sie den Rest des Winters weiter im IBU-Cup. Lediglich in Antholz konnte sie noch einmal im Weltcup an den Start gehen. Dabei zeigte sie im Einzel als 44. eine deutliche Leistungssteigerung, punktete aber weiter nicht.

Bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2022 in Ruhpolding erreichte Frühwirt im Supersprint wie auch im Sprint den 8. Platz. Im Gala-Massenstart belegte sie am Ende Rang 23. In die folgende Weltcup-Saison 2022/23 startete Frühwirt in Kontiolahti mit dem 23. Platz im Einzel und gewann so ihre ersten Weltcup-Punkte der Karriere. In den weiteren Weltcup-Rennen in Finnland sowie in Hochfilzen blieb sie jedoch erneut ohne Punkte und wechselte daraufhin erneut in den IBU-Cup. Dabei erreichte sie gemeinsam mit Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und Marion Wiesensarter in der Mixed-Staffel von Brezno den 2. Platz. Im folgenden Einzel-Weltcup in Ruhpolding verpasste sie als 35. die Punkteränge nur knapp. Zurück im IBU-Cup sicherte sich Frühwirt in Obertilliach ohne einen Schießfehler als Sechste im Sprint eine gute Top-10-Platzierung. Auch in Canmore erreichte sie mit zwei fünften Plätzen im Einzel gute Platzierungen und stand mit der Mixed-Staffel zum Abschluss als Zweite erneut auf dem Podium. In der Weltcup-Gesamtwertung belegte Frühwirt am Ende den 65. Platz. Im IBU-Cup reichte es zum 27. Platz.

Nachdem die Saison 2023/24 weitgehend ohne Top-Platzierungen verlief, stürzte Frühwirt im März 2024 in Brezno schwer. Bei Warmlaufen für ein Skilanglauf-Rennen kam sie zu Fall, wobei sich einer ihrer Stöcker in die linke Wange und den Oberkiefer bohrte.[1] Zudem verlor sie einen Stück ihrer Zunge und kugelte sich beide Kiefergelenke aus.[2] Es folgte eine lange Ausfall- und Rehabilitationszeit, woraufhin sie auch ihren Kaderplatz verlor.

Im Winter gab sie in zwei IBU-Cup-Rennen in Obertilliach ihr Comeback auf internationalem Niveau, konnte aber nicht mit den Top-Athleten mithalten. In der Folge nahm sie nur noch an nationalen Rennen teil und konnte sich keinen Kaderplatz erkämpfen. Da Frühwirt damit auch ihr Ziel, bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina zu starten, verfehlte, beendete sie schließlich Anfang Februar 2026 offiziell ihre Karriere und gab bekannt, zukünftig ihre Selbstständigkeit im Bereich Sportler-Coaching im Hauptberuf auszuführen.[2][3]

Statistik

Platzierungen im Biathlon-Weltcup

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Weitere Informationen Platzierung, Einzel ...
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 
2. Platz 
3. Platz 
Top 10 
Punkteränge2114
Starts442  10
Stand: Karriereende
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Commons: Juliane Frühwirt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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