Julius Bard
ungarisch-deutscher Buchhändler und Verleger
From Wikipedia, the free encyclopedia
Julius S. Bard (geboren 3. November 1874 in Miskolc im Königreich Ungarn;[1] gestorben 8. Dezember 1937 in Berlin[2]) war ein ungarisch-deutscher Buchhändler[3] und Verleger.

Kurzbiografie
Der aus jüdischer Familie stammende Bard verlegte Werke von und über Kulturschaffende wie Hermann Blumenthal, Gustav Glück, Paul Landau und Ferenc Molnár.[1]
Er gründete im Jahr 1900 in Berlin den Julius Bard Verlag beziehungsweise den Julius Bard Verlag für Literatur und Kunst.[3][1] Vom November 1903 bis zum 9. Mai 1905 war Bard gemeinsam mit Eugen Marquardt Mitgesellschafter der Verlagsfirma Bard, Marquardt & Co.[3] Er gab bis 1931 zahlreiche Kunstbücher und Kataloge für Museen heraus.[4]
Nachdem sein Verlag für Literatur und Kunst[5] nach 1933 infolge der nationalsozialistischen Ideologie aufgelöst wurde, gab Bard seine Verlegertätigkeit auf, blieb jedoch in Berlin (Berlin-Wilmersdorf) wohnen.[6] Er starb 1937 im Alter von 63 Jahren in der Heil- und Pflegeanstalt in Berlin-Buch.[2]
Zu den Quellen über Leben und Werk Bards zählen unter anderem antisemitische Schriften wie Sigilla veri, aber auch Publikationen anderer Autoren.[1]