Julius Wilhelm von Strube

Kommandeur des Hamelner Landwehr-Bataillon From Wikipedia, the free encyclopedia

Julius Wilhelm von Strube (* 7. November 1774 in Ehrenburg; † 17. November 1834 in Hameln) war Herr auf Behrensen (Ortsteil von Coppenbrügge), Oberst der Hannoverschen Armee und ab 27. März 1814 erster Kommandeur des Hamelner Landwehr-Bataillons.

Leben

Herkunft

Die Familie wurde am 15. Juni 1793 in den Adelsstand erhoben, die kurhannoverische Anerkennung erfolge am 27. April 1807. Seine Eltern waren Georg Philipp von Strube und dessen Ehefrau Sophie, geborene von Roden († 1795). Sein Vater war kurbraunschweig-lüneburgischer Amtmann in Ehrenburg. Die Familie ist im Mannesstamm mit dem Landschaftsrat Alexander von Strube am 30. April 1914 erloschen.

Karriere

Strube trat am 1. Oktober 1790 als Kadett in das 7. Kavallerie-Regiment der Kurhannoverschen Armee und kam in die Kompanie des Generalmajors Karl von Malortie. 1793 wurde er im Ersten Koalitionskrieg eingesetzt, konnte sich in Brabant auszeichnen und wurde am 28. Februar 1794 zum Kornett ernannt. Am 12. November 1801 erbte er das Gut Behrensen bei Hameln (erst 1932 verkaufte die Familie das Gut). Im Jahr 1803 wurde Kurhannover von französischen Truppen besetzt und die Kurhannoversche Armee mit der Konvention von Artlenburg am 16. Juli 1803 aufgelöst. Strube zog sich daraufhin auf sein Gut zurück. Er wollte sich wohl der King’s German Legion anschließen, dort wurde er auch ab dem 21. Januar 1806 als Kornett im 2. Dragoner-Regiment geführt, aber schon am 15. Februar 1806 wurde der Vertrag wieder aufgehoben und er blieb vermutlich auf seinem Gut.[1]

Grabmal Strubes auf dem Garnisonfriedhof Hameln

Nachdem die Befreiungskriege 1814 auch Kurhannover erreicht hatten, meldete sich Strube freiwillig. So kam er am 6. Januar 1814 als ältester Hauptmann in das Hamelner Landwehr-Bataillon des 4. Infanterie-Regiments, zu dessen Kommandanten er am 27. März 1814 ernannt wurde. Am 12. Juli 1814 wurde das Bataillon nach Brabant verlegt und kam nach Antwerpen in Garnison. Im Juni 1814 bestand das Bataillon seine Feuerprobe in der Schlacht bei Quatre-Bras. Er wurde am 7. Februar 1815 zum Major befördert und kämpfte mit dem Bataillon in der Schlacht bei Waterloo, wo er verwundet wurde. Das Bataillon war Teil des 5. Hannoverschen Brigade, die aus den Landwehr-Bataillonen Gifhorn, Hameln, Hildesheim und Peine unter Oberst von Vincke bestand, diese wiederum war Teil von Pictons 5. Infanterie-Division.

Dafür erhielt er am 18. Juni 1815 das Ritterkreuz des Guelphen-Ordens und die hannoverschen Waterloo-Medaille.[2] Nach dem Zweiten Frieden von Paris kehrte das Bataillon am 25. Januar 1816 nach Hameln zurück. Er wurde 1821 als Oberstleutnant in das 4. Infanterie-Regiment nach Celle versetzt, von den Offizieren des Bataillons erhielt er einen silbernen Ehrenpokal als Andenken. Im Jahr darauf kam Strube zum 2. Infanterie-Regiment nach Calenberg. Im Jahr 1833 wurde die Armee verkleinert und Strube erhielt seinen Abschied mit dem Charakter als Oberst und erhöhter Pension.

Er erlitt an seinem Geburtstag einen Schlaganfall und starb wenig später. Nach seinem Tod wurde er auf dem Garnisonfriedhof in Hameln beigesetzt.

Familie

Er heiratete am 19. Januar 1800 in Nienburg Elisabeth Wilhelmine Amalie Helmer (1778–1841), die Tochter des Pastors Heinrich Adolf Helmer und der Friederike Christiane Köhler. Das Paar hatte zwei Kinder:

  • Julie (1803–1873) ⚭ 4. November 1823 Christian Ludwig von Ompteda (1798–1882)
  • Adolf Heinrich August (1807–1840)[3] ⚭ 26. Juli 1836 Friedericke Karoline Luise von der Schulenburg (1817–1880)[4]

Literatur

  • Julius Wilhelm v. Strube. Oberst zu Hameln. In: Neuer Nekrolog der Deutschen. Zwölfter Jahrgang 1834, Zweiter Theil, Weimar 1836. S. 996ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  • Manfred Hamann: Familie von Strube, Behrensen.
  • Friedrich Wilhelm Boldewin Ferdinand von dem Knesebeck: Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover. S. 277. (Digitalisat)
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser 1934. S. 498 f.
  • Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1879. Vierter Jahrgang, S. 598. (Digitalisat)

Einzelnachweise

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