Justus Johanssen

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Leben

Johanssen wuchs in Hamburg auf. Seine Schauspielausbildung, die er 2018 abschloss, erhielt er ab Oktober 2014 an der HFF Potsdam.[1][5][6] In der Spielzeit 2015/16 trat er am Hans Otto Theater in Potsdam in der Rolle des Erich in dem Fassbinder-Stück Katzelmacher auf.[7]

Justus Johanssen steht seit 2014 vor der Kamera. Sein Filmdebüt hatte er in Bodo Fürneisens Kurzfilm Talfallzug (2014). Er hatte außerdem bisher Episodenrollen in den Fernsehserien Der Kriminalist (2016; als gewalttätiger Jugendlicher Jay-Jay, neben Christian Berkel) und Die Pfefferkörner[8] (2016; als Student Heinzi, der seinem jüngeren Bruder, der gemobbt wird, hilft). Außerdem war in Christian Schwochows Drama NSU: Die Täter – Heute ist nicht alle Tage (2016) zu sehen. Er wirkte auch in mehreren Kurzfilmen der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ mit.

Im Berliner Tatort: Amour Fou (2017) war er in einer handlungstragenden Nebenrolle zu sehen; er spielte Duran Bolic, einen aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammenden kroatischen Jugendlichen aus einem Brennpunktviertel in Berlin-Neukölln, der nach einer früheren kriminellen Laufbahn mittlerweile kurz vor dem Abitur steht, und dabei von einem homosexuellen Paar unterstützt wird.[9][10][11]

Im Usedom-Krimi: Nebelwand (Oktober 2017) übernahm er eine Nebenrolle als Jugendlicher aus einem Sozialprojekt, bei dem Kids aus schwierigen Familienverhältnissen im Sporthafen maritime Grundkenntnisse erwerben sollen.[12] In der 32. Staffel der Fernsehserie Großstadtrevier (2018) hatte Johanssen eine Episodenhauptrolle als Enkel, der gemeinsam mit seiner Freundin in Bonnie-und-Clyde-Manier mehrere Raubüberfälle begeht.[13] In der 18. Staffel der ZDF-Serie SOKO Leipzig (2018) hatte er in einem 90-minütigen Serien-Special eine der Episodenrollen als Sohn eines Bauherrn, der nicht an einen Selbstmord seines tot aufgefundenen Vaters glaubt.

Im Frankfurter Tatort: Das Monster von Kassel (Mai 2019) spielte er Max Rohde, den „verstört“ reagierenden älteren Bruder des getöteten 17-jährigen Stiefsohns eines bekannten Fernsehmoderators.[14][15] Im Münchner Tatort: Die ewige Welle (Mai 2019) verkörperte er, an der Seite von Andreas Lust, den neuen Kumpel und „naiven Quasi-Ziehsohn“ eines Kleindealers und früheren Freundes von Kommissar Franz Leitmayr.[16][17] In der 22. Staffel der Fernsehserie In aller Freundschaft (2019) übernahm er eine Episodenhauptrolle als in der Raver-Szene bekannter und erfolgreicher DJ Sebastian Pückler.[18] Im Kölner Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade (Erstausstrahlung: Januar 2020) verkörperte Johanssen den „ambitionierten, seine Männlichkeit zur Schau stellenden“ Fußballer Robin, der mit dem 17-jährigen ermordeten Abiturienten Jan befreundet war, bis dieser sich als homosexuell outete.[19][20] In der 15. Staffel der ZDF-Serie Notruf Hafenkante (2020) übernahm Johanssen eine der Episodenhauptrollen als tatverdächtiger, vorbestrafter Ex-Wirtschaftsstudent, der gemeinsam mit seiner Mutter und seinem jüngeren Bruder einen Blumenladen führt.[21] In Praxis mit Meerblick – Hart am Wind (2021), dem 12. Film der ARD-Fernsehreihe Praxis mit Meerblick, spielte Johannsen als Kite-Surfer und Intensivpatient Ben Kralmann eine der Hauptrollen.[22] Im siebten Solo-für-Weiss-Film mit dem Titel Solo für Weiss – Todesengel (2022) verkörperte er den tatverdächtigen Blogger und Aussteiger Benno Vogt, der auf die Misshandlung der Insassen in einem privaten Heim für schwer erziehbare Jugendliche aufmerksam zu machen versucht.[23] In der 13. Staffel der ZDF-Serie Die Chefin (2023) war er in einer dramatischen Episodenhauptrolle als vorbestrafter Elektriker und Roofing-Extremsportler Jasko Franzen zu sehen.[24] In Nord bei Nordwest – Natalja (2023), dem 20. Film aus der ARD-Kriminalfilmreihe Nord bei Nordwest, spielte er Ben Soljenko, den Sohn der früheren Lebensgefährtin des Tierarztes und Polizeiermittlers Hauke Jacobs (Hinnerk Schönemann).[25]

Johanssen lebt in Berlin.[3][4]

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

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