Jérémie Queyras
französisch-deutsch-kanadischer Künstler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jérémie Queyras (* 1997 in Les Lilas) ist ein französisch-deutsch-kanadischer Künstler.
Leben
Jérémie Queyras ist der Sohn der Cellistin und Kammermusikerin Gesine Queyras und des Cellisten Jean-Guihen Queyras. Er wuchs in Freiburg im Breisgau auf, wo er das Abitur ablegte. Von 2016 bis 2019 studierte er Malerei an der Art Academy in London. Ab 2021 studierte er Transdisciplinary New Media am Paris College of Art, wo er 2023 den Master of Fine Arts erwarb.[1]
Werk
Sein Werk umfasst Öl- und Porträtmalerei und Performancekunst. Zudem forscht er zum Verhältnis zwischen Kunst und künstlicher Intelligenz. 2024 entwickelte Queyras eine Gemäldereihe nach Motiven aus Burnt Norton, einem Gedicht T. S. Eliots. Außerdem ist er bekannt für Performances, bei denen er zu Livemusik Leinwände bemalt.[2]
Merkel-Porträt
2022 bewarb sich Queyras dafür, das offizielle Porträt der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu malen. Merkel hatte das Porträt nicht offiziell ausgeschrieben. Erst 2025 entschied sich Merkel unter zahlreichen Bewerbern für Queyras. Ab Dezember 2025 folgten ca. zwei Dutzend ein- bis zweistündige Sitzungen von Queyras mit Merkel in einem eigens dafür eingerichteten Atelier in Berlin.[3] Merkel bezahlte das Bild selbst; es ist somit ihr Eigentum.[4] Am 30. Juni 2026 wurde das 110 mal 140 Zentimeter große Porträt in Berlin vorgestellt.[5] Seit Juli 2026 wird es im Bode-Museum öffentlich ausgestellt.[6] Obwohl zunächst geplant war, das Porträt im Oktober 2026 an seinen vorgesehenen Platz in der Kanzlergalerie im Bundeskanzleramt auszustellen, wurde die Ausstellung im Bodemuseum, aufgrund des großen Besucherandrangs, bis Januar 2027 verlängert.[7][8][9]