József Zsengellér
Ungarischer reformierter Pfarrer, Theologe, Hebraist, Universitätsprofessor
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József Zsengellér (* 4. August 1966 in Budapest) ist ein ungarischer evangelischer Theologe, Alttestamentler und Hebraist. Er ist Professor für Altes Testament an der Károli Gáspár Református Egyetem.[1]
Leben und Karriere
Zsengellér studierte Evangelische Theologie an der Reformierten Theologischen Akademie in Budapest sowie Hebraistik an der Eötvös-Loránd-Universität.[1] Weitere Studien führten ihn unter anderem an die Universität Wien sowie an die Hebräische Universität Jerusalem und die Universität Utrecht.[2]
1998 wurde er an der Universität Utrecht mit einer Dissertation zur samaritanischen Tradition (Gerizim as Israel) promoviert.[1] Zwischen 2000 und 2008 war er an der Reformierten Theologischen Akademie in Pápa tätig, unter anderem als Leiter des alttestamentlichen Lehrstuhls sowie als Vizerektor.[1] 2002 habilitierte er sich an der Evangelisch-Theologischen Universität Budapest (Károli Gáspár Református Egyetem).[1] Seit 2008 ist er Professor an der Károli Gáspár Református Egyetem und dort im Bereich Biblische Theologie und Religionsgeschichte tätig.[1] Er war Dekan der Theologischen Fakultät (2011–2017), strategischer Vizerektor (2016–2019) sowie Rektor der Universität (2019–2020).[1][3] Zsengellér ist ordinierter Pfarrer der Reformierten Kirche in Ungarn.[2]
Forschungsschwerpunkte
Die Forschungsschwerpunkte Zsengellérs liegen im Bereich der alttestamentlichen Wissenschaft und der frühjüdischen Literatur. Zu seinen zentralen Arbeitsgebieten zählen Religionsgeschichte des antiken Israel, Text- und Kanongeschichte des Alten Testaments, samaritanische Studien, frühjüdische Literatur, deuterokanonische Schriften und Theologie des Alten Testaments sowie christliche Hebraisten des 16. bis 18. Jahrhunderts.[1][4]
Auszeichnungen
- Trefort-Ágoston-Preis (2017)[1]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Az „igazi” izraeliták (2004)
- The Book of Tobit. Text, Tradition, Theology (Mitherausgeber, 2005)