Jürgen Brummack

deutscher Germanist und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Jürgen Brummack (* 22. Mai 1936 in Bomlitz, Provinz Hannover) ist ein deutscher Germanist und Hochschullehrer für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1956 am Carl-Duisberg-Gymnasium Wuppertal studierte Jürgen Brummack bis 1961 Germanistik und Lateinische Philologie an den Universitäten Bonn, München, Rom und Tübingen. An der Eberhard Karls Universität Tübingen legte er 1961 das Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Anschließend arbeitete er ab 1961 als wissenschaftlicher Assistent bei Richard Brinkmann am Deutschen Seminar der Universität Tübingen und arbeitete an seiner Promotion. Diese erfolgte 1964 bei Wolfgang Mohr.[2] Anschließend habilitierte er sich dort 1971 für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. Für dieses Gebiet hatte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2001 eine Professur an der Universität Tübingen inne.

Brummack arbeitet vor allem zur deutschen Literatur der Romantik, über Satire und Polemik sowie über Johann Gottfried Herder und Heinrich Heine.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Darstellung des Orients in den deutschen Alexandergeschichten des Mittelalters (= Philologische Studien und Quellen, Bd. 9). Erich Schmidt Verlag, Berlin 1966 (= Dissertation Universität Tübingen).
  • Zu Begriff und Theorie der Satire. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, Bd. 45 (1971), Sonderheft Forschungsreferate, S. 276–377.
  • Satirische Dichtung. Studien zu Friedrich Schlegel, Tieck, Jean Paul und Heine (= Theorie und Geschichte der Literatur und der schönen Künste, Bd. 53). Fink, München 1979, ISBN 3-7705-1787-3 (= Habilitationsschrift Universität Tübingen).
  • (Hrsg.): Heinrich Heine. Epoche, Werk, Wirkung. Beck, München 1980, ISBN 3-406-07946-6.
  • Komödie und Satire der Romantik. In: Karl Robert Mandelkow (Hrsg.): Europäische Romantik. Bd. 1. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1982, S. 273–290, ISBN 3-7997-0723-9.
  • Romantischer Klassizismus. Herder und das griechische Epigramm. In: Hansgerd Delbrück (Hrsg.): Sinnlichkeit im Bild und Klang. Festschrift für Paul Hoffmann zum 70. Geburtstag (= Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik, Bd. 189). Heinz, Stuttgart 1987, S. 153–176, ISBN 3-88099-193-6.
  • Herders Polemik gegen die "Aufklärung". In: Jochen Schmidt (Hrsg.): Aufklärung und Gegenaufklärung in der europäischen Literatur, Philosophie und Politik von der Antike bis zur Gegenwart. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, S. 277–293, ISBN 3-534-10251-7.
  • (Hrsg., mit Martin Bollacher): Johann Gottfried Herder / Werke. Bd. 4: Schriften zu Philosophie, Literatur, Kunst und Altertum 1774–1787 (= Bibliothek deutscher Klassiker, Bd. 105). Deutscher Klassiker-Verlag, Frankfurt/M. 1994, ISBN 3-618-60740-7.
  • Noch einmal: Zur Pindarnachahmung bei Herder und Goethe. In: Moritz Baßler (Hrsg.): Von der Natur zur Kunst zurück. Neue Beiträge zur Goethe-Forschung. Gotthart Wunberg zum 65. Geburtstag. Niemeyer, Tübingen 1997, S. 21–37, ISBN 3-484-10730-8.
  • Das Narrenmotiv im Werk Heinrich Heines vor dem Hintergrund der deutschen Romantik. In: Markus Winkler (Hrsg.): Heinrich Heine und die Romantik. Niemeyer, Tübingen 1997, S. 72–85, ISBN 3-484-10744-8.
  • "Ein Pfahl in unserem Fleische?" Über die Schwierigkeiten der Deutschen mit ihrem Heine. Haus der Begegnung, Ulm 1997.
  • "... daß Handeln die Seele der Welt sei". Über das Verhältnis des Ethischen und des Ästhetischen in Lenz' Soldaten. In: Cornelia Blasberg/Franz-Josef Deiters (Hrsg.): Geschichtserfahrung im Spiegel der Literatur. Festschrift für Jürgen Schröder zum 65. Geburtstag. Stauffenburg-Verlag, Tübingen 2000, S. 44–64, ISBN 3-86057-654-2.
  • Natürliche Magie, Magnetismus, Alchemie. Über Jean Pauls Komet. In: Nicola Kaminski (Hrsg.): Hermetik. Literarische Figurationen zwischen Babylon und Cyberspace (= Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte, Bd. 113). Niemeyer, Tübingen 2002, S. 129–160, ISBN 3-484-32113-X.
  • Beobachtungen zur Parabel bei Kafka. In: Werner Frick (Hrsg.): Aufklärung. Zur Literaturgeschichte der Moderne. Festschrift für Klaus-Detlef Müller zum 65. Geburtstag. Niemeyer, Tübingen 2003, S. 247–257, ISBN 3-484-10855-X.
  • Aufklärung oder Historismus? Herders "Entfesselter Prometheus" in der "Adrastea". In: Olaf Hildebrand/Thomas Pittrof (HRsg.): "... auf klassischem Boden begeistert". Antike-Rezeptionen in der deutschen Literatur [Festschrift für Jochen Schmidt zum 65. Geburtstag] (= Rombach-Wissenschaften, Reihe Paradeigmata, Bd. 1). Rombach, Freiburg/Br. 2004, S. 111–131, ISBN 978-3-7930-9382-4.
  • Eine "Zeit-Schrift" als Vermächtnis. Herders "Adrasta". In: Martin Keßler (Hrsg.): Johann Gottfried Herder. Aspekte seines Lebenswerkes (= Arbeiten zur Kirchengeschichte, Bd. 92). de Gruyter, Berlin 2005, S. 179–202, ISBN 978-3-11-018427-3.
  • Poetologische und kritische Schriften von 1792 bis 1803. In: Claudia Stockinger/Stefan Scherer (Hrsg.): Ludwig Tieck. Leben – Werk – Wirkung. de Gruyter, Berlin 2016, S. 325–341, ISBN 3-11-046214-1.

Festschrift

  • Markus Heilmann/Birgit Wägenbaur (Hrsg.): Ironische Propheten. Sprachbewußtsein und Humanität in der Literatur von Herder bis Heine. Studien für Jürgen Brummack zum 65. Geburtstag. Narr, Tübingen 2001, ISBN 3-8233-5862-6.

Einzelnachweise

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