Jürgen Bunzel

deutscher Bibliothekar und Bibliotheksreferent bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft From Wikipedia, the free encyclopedia

Jürgen Bunzel (* 5. Juni 1949 in Gummersbach; † 9. Dezember 2017)[1] war ein deutscher Bibliothekar und langjähriger Bibliotheksreferent bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft.[2]

Leben und Wirken

Jürgen Bunzel studierte Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften an der Universität Mannheim und legte 1974 die Prüfung als Diplom-Volkswirt ab. Ab 1975 war er wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Mannheim und promovierte dort 1982 mit einer Dissertation über "Rationalisierungsgleichgewichte in unterschiedlichen Transaktionsstrukturen". Als Bibliotheksreferendar an der Universitätsbibliothek Mannheim begann er 1982 die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst; die Fachprüfung hierfür erfolgte 1984 an der Bibliotheksschule Frankfurt/M. Bis 1987 arbeitete er als Leiter der Fachbereichsbibliothek für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Frankfurt/M. Nach kürzerer Tätigkeit als wissenschaftlicher Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Trier (1987/88) wurde er 1988 Mitarbeiter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und zwar als Referent an der Bibliotheksabteilung, deren stellvertretender Leiter er war. Diese Abteilung der DFG ist zuständig für die finanzielle Förderung der Sondersammelgebiete an den deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken und anderen bibliotheksbezogenen Projekten.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Endbenutzerorientierte Informationsvermittlung an wissenschaftlichen Bibliotheken. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Bd. 34 (1987), S. 343–377.
  • Neue Datenverarbeitungs- und Kommunikationstechniken für Bibliotheken in den Förderprogramme der DFG. In: Ebd., Bd. 36 (1989), S. 283–308.
  • Erhaltung gefährdeter Bibliotheksbestände. Die Fördermaßnahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In: Yola de Lusenet (Hrsg.): Choosing to preserve. Cooperative strategy for long-term access to the intellectual heritage. European Commission on Preservation and Access, Amsterdam 1997, S. 50–59, ISBN 90-6984-166-5.
  • Fördermaßnahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Bestandserhaltung historisch wertvoller Zeitungen. In: Hans Bohrmann (Hrsg.): Zeitungen verzeichnen und nutzen. Aktuelle Ansätze und Unternehmungen zur bibliographischen und archivalischen Beschreibung und Nutzung deutschsprachiger Zeitungen (= Informationsmittel für Bibliotheken, Beihefte, Bd. 7). Deutsches Bibliotheksinstitut, Berlin 1998, S. 39–45, ISBN 3-87068-547-6.
  • The Digital Library Program of the Deutsche Forschungsgemeinschaft. In: ABI-Technik, Bd. 18 (1998), S. 132–137.
  • Neue Informations-Infrastrukturen. In: Bibliothek, Bd. 22 (1998), S. 25–30.
  • Die Verteilte Digitale Forschungsbibliothek als Infrastrukturförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In: Hartmut Weber/Gerald Maier (Hrsg.): Digitale Archive und Bibliotheken. Neue Zugangsmöglichkeiten und Nutzungsqualitäten (= Werkhefte der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Serie A, Bd. 15). Kohlhammer, Stuttgart 2000, S. 67–82, ISBN 3-17-016062-1.
  • Universalbibliotheken und Spezialbibliotheken im DFG System der überregionalen Literaturversorgung. In: Margit Brauer (Hrsg.): Spezialbibliotheken heute - Wettbewerb und Kooperation. Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken, Sektion 5 im Dt. Bibliotheksverb., Jülich 2001, S. 53–70.
  • Neue Konzepte der Handschriftenerschließung. Informationssysteme zur Erforschung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bonn 2001 (PDF).
  • Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme und das DFG-Schwerpunktprogramm der Kunstbibliotheken. In: Kunstchronik, Bd. 56 (2003), S. 367–374.
  • Stellenwert der Information im nationalen und internationen Wettstreit der Hochschulen. In: Bibliothek, Bd. 31 (2007), S. 26–31.

Einzelnachweise

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