Jürgen Meister
deutscher Künstler, Kunstberater und Kunstvermittler
From Wikipedia, the free encyclopedia
Jürgen Meister (Künstlername Der Meister; * 29. September 1953 in Gudensberg) ist ein deutscher Künstler, Kunstberater und Kunstvermittler.
Leben
Jürgen Meister wurde am 29. September 1953 im nordhessischen Gudensberg bei Fritzlar geboren. Im Jahr 1969 nahm Meister mit 16 Jahren eine Lehre zum Schriftsetzer in der nordrhein-westfälischen Stadt Duisburg auf. Diese schloss er 1972 ab. Der Ausbildung schloss sich zwischen 1976 und 1981 ein Studium an der Fachhochschule Köln an. Dabei gehörte der Maler Karl Marx zu seinen Lehrern.[1]
Bereits im Jahr 1980 gelang es Meister ein eigenes Atelier in Düsseldorf zu eröffnen, er wurde Stipendiat des „Künstlerbahnhofes Ebernburg“ und gewann den Preis der Aktion „Kunstblatt“ der Rheinischen Post. Ab 1983 war er als künstlerischer Berater einer Düsseldorfer Künstlerfarben- und Maltuchfabrik tätig. Seit 2021 arbeitet er in derselben Position für das italienische Unternehmen F.I.L.A. Im Jahr 1984 wurde Jürgen Meister Mitglied der Duisburger Künstlervereinigung Sezession. Meister wurde im Jahr 1990 mit dem 2. Preis der „Murale“ im italienischen Lido di Jesolo ausgezeichnet.
1995 zog Meister nach Grevenbroich. Zunächst unterhielt er hier ein Atelier im Stadtteil Neukirchen. Zwischen 2001 und 2021 folgte ein Atelier- und Ausstellungshaus im Stadtteil Kapellen. Anschließend zog Meister in den Lübecker Stadtteil Travemünde.[2] Neben seiner Tätigkeit als Berater wirkte er immer wieder als Kunstvermittler und organisiert Maler- und Bildhauerkurse.
Mediale Aufmerksamkeit erhielt Meister im Jahr 2010 mit seinem Entwurf für das Mahnmal für die Opfer der Loveparade-Katastrophe in Duisburg. Als bekannt wurde, dass er einen Entwurf von einer Bildagentur genutzt hatte, verlor er den Auftrag.[3][4]
Werke (Auswahl)
Insbesondere die frühen Arbeiten des Künstlers sind eng mit der Ausbildung zum Schriftsetzer verbunden. Meister adaptiert Frühformen der Schriftentwicklung in seinen Arbeiten und entwickelt sie weiter. Der Kunsthistoriker Gottlieb Leinz schrieb über die Arbeiten Meisters: „Dieser Versuch zur Systematik, der nicht auf die Vielfalt und Offenheit der Dinge verzichtete, führte Meister zur Struktur der Zeichen und zur Bilderschrift.“ Immer wieder schuf Meister auch Kunstwerke im öffentlichen Raum. Einzelne seiner Arbeiten sind heute im Besitz der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, der Stadt Düsseldorf, der Samtgemeinde Eschede und des Lehmbruck-Museums Duisburg.

Einzelausstellungen
- 1980, Künstlerbahnhof Ebernburg, Bad Münster am Stein-Ebernburg
- 1989, Städtische Galerie Duisburg, Duisburg
- 1992, Cubus-Kunsthalle, Duisburg
- 1995, 2003, Lehmbruck-Museums, Duisburg
- 1995, Städtische Galerie, Lünen
- 2000, Alte Synagoge, Essen
- 2001, Atelierhaus Goldstraße, Duisburg
- 2012, Museum Auerbach, Auerbach
- 2013, Haus Hartmann, Grevenbroich
- 2017, Kunstvitrine, Botanischer Garten Duissern, Duisburg
Arbeiten im öffentlichen Raum
- „Arkanum“, Düsseldorf (zerstört)
- „virus sprich wairis I“, Stahl, Kupfer, Eschede (verschollen)
- „kommen + gehen“, Eiche, Findling, Eschede, Bahnhofsvorplatz
- „kommen + gehen“, Stahl, Findling, mikas GmbH & Co. KG, Grevenbroich-Kapellen
- „kommen + gehen“, Stahl-Stelen, Duisburg-Neumühl, Ausfahrt A 46[5]
- „kommen + gehen (perpetuellerZirkel)“, Lübeck-Travemünde
- „virus sprich wairis II (extended)“, Stahl, Findling, Apfelholz, Skulpturenpark Konrad Beikircher, Bonn-Bad Godesberg
- „molekulare Vase“, Stahl, Gletscherpebbels, Lübeck-Travemünde[6]
Weblinks
- Offizielle Website als Künstler
- Offizielle Website als Kunstvermittler
- Duisburger Sezession: Jürgen Meister