Jürgen Schlüter (General, 1933)

deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr From Wikipedia, the free encyclopedia

Jürgen Schlüter (* 5. Januar 1933 in Lobenstein; † 7. September 2020) war ein Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.

Leben

Schlüter absolvierte 1951 das Abitur in Lobenstein in der DDR und lebte anschließend in der Bundesrepublik. Von 1954 bis 1956 durchlief er eine Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich, trat 1956 in die Bundeswehr ein und wurde zum Offizier des Truppendienstes der Gebirgsjägertruppe ausgebildet. Ab 1958 war er Zugführer, Brigadefernmeldeoffizier, Offizier für Personalwesen (S 1) einer Brigade und Kompaniechef einer Gebirgsjägerkompanie.[1]

Von 1964 bis 1966 absolvierte Schlüter den 7. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde. Danach war er ab 1966 Generalstabsoffizier für Nukleare Planung bei der Central Army Group der NATO, ab 1968 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) einer Gebirgsjägerbrigade und ab 1971 Bataillonskommandeur eines Gebirgsjägerbataillons. 1973 besuchte er das NATO Defense College in Rom, wurde anschließend Referent im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und 1975 Dezernent für Militär-, Nuklear- und Rüstungskontrollpolitik im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters im NATO-Militärausschuss in Brüssel.[1]

Ab April 1977 war Schlüter Stellvertreter und Chef des Stabes des Deutschen Militärischen Vertreters[2.1] und wurde am 16. März 1978 zum Brigadegeneral ernannt. Vom 15. Januar 1979 bis Ende 1980 war er Stellvertreter des Stabsabteilungsleiters III (Militärpolitik, Führung) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn,[2.2] vom 16. Januar 1981 bis September 1982 Brigadekommandeur der Panzerbrigade 24 in Landshut,[2.3] ab April 1983 Stellvertretender Chef des Stabes (Abteilungsleiter) Planung und Grundsatz(fragen) im Supreme Headquarters Allied Powers Europe der NATO in Mons in Belgien[2.4] und ab April 1986 Divisionskommandeur der 1. Gebirgsdivision in Garmisch-Partenkirchen.[2.5] Mit Ablauf des März 1990 wurde er in den Ruhestand versetzt.[3]

Schlüter war verheiratet und hatte eine Tochter.[1] Er starb 2020.[4]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

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