Jürgen Weerth
deutscher Diplomat im Ruhestand
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Jürgen Weerth (* 1944) ist ein deutscher Diplomat im Ruhestand. Er war Botschafter in Kenia und Sri Lanka.
Werdegang
Anfang der 1980er Jahre koordinierte Weerth im Auswärtigen Amt die deutsche Entwicklungshilfe in der Sahelzone. Im Anschluss war er an der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in Genf tätig. Dort organisierte er politische Großveranstaltungen, darunter den G7-Gipfel in München 1992 und den G8-Gipfel in Köln 1999, mit. Von 1999 bis 2003 war er Botschafter in Kenia und Leiter der Botschaft in Nairobi. Er war zudem in Burundi, auf den Seychellen und in Somalia nebenakkreditiert. Von 2004 bis zu seiner Pensionierung 2009 war er schließlich Botschafter in Sri Lanka und Leiter der Botschaft in Colombo. Er war zugleich auf den Malediven nebenakkreditiert.[1] Nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 war er für die Evakuierung von mehr als 3.000 deutschen Staatsbürger aus Sri Lanka nach Deutschland zuständig.[2] Am 27. Februar 2007 entging Weerth einem Mörserangriff der Rebellenorganisation Liberation Tigers of Tamil Eelam auf einen Luftwaffenstützpunkt in Batticaloa unverletzt, bei dem mindestens elf Personen, darunter der italienische Botschafter Pio Mariani und der US-amerikanische Botschafter Robert Orris Blake Jr., verletzt wurden.[3] Nachdem Weerth in seiner Funktion als Doyen des Diplomatischen Corps in Sri Lanka im Januar 2009 eine Grabrede für den ermordeten Journalisten Lasantha Wickrematunge gehalten hatte, bei der er die fehlende Medienfreiheit in Sri Lanka kritisiert hatte, wurde er ins Außenministerium in Colombo einbestellt.[4]
Seit seiner Pensionierung lebt Weerth in Kaarst.[5] Von 2010 bis 2013 war er Honorarkonsul der Malediven mit Sitz in Düsseldorf.[6] Seit 2015 ist er Honorarkonsul von Sri Lanka mit Sitz in Kaarst.[7] Zudem ist er Vorsitzender des Stiftungsrats der Kindernothilfe.[8]