Kinesin 1B

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Das Gen KIF1B codiert für das Kinesin 1B – ein Motorprotein, das dem Transport von Mitochondrien[1] und Vorläufer synaptischer Vesikel zum Plus-Ende von Mikrotubuli[2] und mit seiner Isoform 2 auch der Induktion neuronaler Apoptose dient.[3] Mutationen in diesem Gen können zu Morbus Charcot-Marie-Tooth Typ 2A1 führen.[4]

Schnelle Fakten Eigenschaften des menschlichen Proteins, Bezeichner ...
Kinesin 1B
[[Datei:|250x200px|Kinesin 1B]]
Kinesin 1B

Vorhandene Strukturdaten: PDB 2EH0

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 204 Kilodalton / 1816 Aminosäuren (Isoform 1)

199 Kilodalton / 1770 Aminosäuren (Isoform 2)
130 Kilodalton / 1153 Aminosäuren (Isoform 3)
205 Kilodalton / 1823 Aminosäuren (Isoform 4)

Isoformen 4
Bezeichner
Gen-Namen
Externe IDs
Vorkommen
Homologie-Familie Hovergen
Orthologe
Mensch Hausmaus
Entrez 23095 16561
Ensembl ENSG00000054523 ENSMUSG00000063077
UniProt O60333 Q60575
Refseq (mRNA) NM_015074 NM_001290995
Refseq (Protein) NP_055889 NP_001277924
Genlocus Chr 1: 10.21 – 10.38 Mb Chr 4: 149.18 – 149.31 Mb
PubMed-Suche 23095 16561

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Genstruktur und Expression

Die Codierung erfolgt bei KIF1B durch 46 Exons.[5] Das Gen liegt auf der Chromosomenbande 1p36[6] und damit ca. 1,65 MB. weiter telomerseits als das MFN2-Gen, dessen Mutationen zu Morbus Charcot-Marie-Tooth Typ 2A2 führen können.[7] KIF1B wird in allen Geweben exprimiert, besonders in ausdifferenzierten Nervenzellen.[1]

Proteinstruktur

FHA-Domäne

Das Kinesin 1B verfügt über einen N- und einen C-Terminus, eine 350 Aminosäuren umfassende Kinesin-Motor-Domäne an der Position 5 bis 354,[8] eine FHA-Domäne bei 556 bis 612[9] und eine PH-Domäne (PH = Pleckstrin-Homologie) bei 1702 bis 1799.[10] Des Weiteren besitzt das Protein noch vier Coiled-Coils, zwölf β-Faltblatt-Strukturelemente, eine Helix und eine Schleife an unterschiedlichen Stellen.[11]

Interaktion mit anderen Proteinen

KIF1B interagiert Calcium-abhängig durch sein C-terminales Ende seiner Kinesin-Motor-Domäne mit CHP1. Darüber hinaus sind Interaktionen mit folgenden Proteinen nachgewiesen oder wahrscheinlich:[11]

  • CLASP1
  • DLG1
  • DLG4
  • MAGI1
  • SIAH1

Einzelnachweise

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