KZ-Außenlager Hohenthan
Außenlager des KZ Flossenbürg
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Das KZ-Außenlager Hohenthan war eines der kleinsten Außenlager des KZ Flossenbürg und bestand vom 14. Februar 1945 bis zum 22. April 1945 in Hohenthan, einer Teilgemeinde der Stadt Bärnau. Sechs Mitglieder der Zeugen Jehovas mussten in Zwangsarbeit Backwaren für das KZ Flossenbürg herstellen.
Geschichte
Bereits ab Juni 1941 mussten Inhaftierte des KZ Flossenbürg als temporäre Arbeitskommandos in der Bäckerei von Hans Kraus Zwangsarbeit leisten; vermutlich kehrten sie nach der Arbeit am Abend in das nahegelegene Hauptlager zurück.[1] Ab Februar 1945 stellten die „Bibelforscher“ genannten sechs deutschen und polnischen Häftlinge im nun festen Außenlager Backwaren für das KZ Flossenbürg her. Sie waren im Gebäude der Bäckerei untergebracht, wobei die Haftbedingungen deutlich besser als im Hauptlager waren. Die Inhaftierten wurden von einem SS-Angehörigen bewacht. Ein 60-jähriger Inhaftierter starb nach der Rücküberstellung in das Hauptlager.
Am 22. April 1945 wurde das Lager von US-Truppen befreit. Auf Befehl der Alliierten musste die Bäckerei die befreiten Häftlinge des KZ Flossenbürg noch bis Mitte Mai 1945 mit Backwaren beliefern. Bis heute gibt es keine Gedenkobjekte, die an das Lager erinnern.[2]