Kabinett Isărescu

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Das Kabinett Isărescu wurde in Rumänien am 22. Dezember 1999 von Ministerpräsident Mugur Isărescu gebildet und wurde am 28. Dezember 2000 vom Kabinett Năstase abgelöst. Dem Kabinett gehörten neben dem parteilosen Ministerpräsidenten Isărescu Vertreter des Wahlbündnisses Convenția Democrată Română (CDR) wie der Partidul Național Țărănesc Creștin Democrat (PNȚCD), der Partidul Național Liberal (PNL), der Demokratischen Union der Ungarn in Rumänien (UDMR), der Partidul Social-Democrat Român (PSDR) und der Partidul Democrat (PD) an.

Mugur Isărescu war zwischen 1999 und 2000 Ministerpräsident Rumäniens.

Regierungspolitik und Wahlen

Am 14. Dezember 1999 setzte Staatspräsident Emil Constantinescu den bisherigen Ministerpräsidenten Radu Vasile wegen Verschleppung von Reformen ab, woraufhin zunächst der Minister für Arbeit und Sozialschutz Alexandru Athanasiu kommissarischer Ministerpräsident wurde, ehe am 22. Dezember 1999 der parteilose Finanzexperte und bisherige Gouverneur der Nationalbank (Banca Națională a României), Mugur Isărescu, neuer Ministerpräsident wurde. Das Parlament bestätigte ihn am 21. Dezember 1999 und am darauf folgenden 22. Dezember wurde er vereidigt. In seinem Kabinett übernahm der frühere Ministerpräsident Petre Roman den Posten als Außenminister.[1]

Am 30. Januar 2000 führte der Bruch eines Rückhaltebeckens der Goldmine bei Baia Mare zu einer Umweltkatastrophe entlang des Flusses Theiß durch Cyanide. Am 13. März 2000 ernannte Präsident Emil Constantinescu Sorin Frunzăverde zum Verteidigungsminister.[2] Im Mai/Juni 2000 kam es zum Zusammenbruch des Nationalen Investitionsfonds und Liquiditätsschwierigkeiten der Nationalbank.

Ion Iliescu war zwischen 2000 und 2004 erneut Staatspräsident.

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen am 26. November 2000 erhielt der ehemalige Präsident Ion Iliescu von der Partei der Sozialdemokratie (PDSR) 36,4 Prozent der Stimmen, gefolgt von Corneliu Vadim Tudor von der Partei Großrumänien (PRM) mit 28,3 Prozent, Theodor Stolojan mit 11,8 % und Ministerpräsident Mugur Isărescu mit 9,5 Prozent. Bei der gleichzeitigen Parlamentswahl am 26. November 2000 erlitt die bisherige Regierungskoalition eine katastrophale Niederlage, während das postkommunistische Wahlbündnis Polul Democrat-Social din România aus PDSR, PSDR und PC mit 3.968.464 Stimmen (36,6 Prozent) und 155 der 345 stärkste Kraft wurde. Deutlich zulegen konnte die rechtsextreme Partidul România Mare (PRM), die mit 2.112.027 Stimmen (19,5 Prozent) und 84 Sitzen zweitstärkste Kraft wurde. Die bisherigen Regierungsparteien Partidul Democrat (31 Mandate), Partidul Național Liberal (30 Sitze) und Demokratische Union der Ungarn in Rumänien (27 Mandate) zogen noch ins Parlament ein, während die PNȚCD mit dem neuen Wahlbündnis Convenția Democrată Română 2000 nicht mehr in der Abgeordnetenkammer vertreten war.[3][4] In der Stichwahl zur Präsidentschaftswahl am 10. Dezember 2000 erhielt Ion Iliescu 66,8 Prozent der Stimmen und Corneliu Vadim Tudor 33,2 Prozent. Iliescu trat sein Amt am 20. Dezember an. Am 28. Dezember wurde Adrian Năstase als Ministerpräsident vereidigt. Zu seinem Kabinett gehören Mircea Geoană als Außenminister, Ioan Mircea Pașcu als Verteidigungsminister, Mihai Tănăsescu als Finanzminister und Ioan Rus als Innenminister.[5]

Kabinettsmitglieder

Weitere Informationen Amt, Amtsinhaber ...
AmtAmtsinhaberParteiBeginn der AmtszeitEnde der Amtszeit
MinisterpräsidentMugur IsărescuParteiloser22. Dezember 199928. Dezember 2000
Staatsminister, Präsident des Wirtschafts- und FinanzkoordinierungsratesMircea CiumaraPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Staatsminister, AußenministerPetre RomanPD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Staatsminister, JustizministerValeriu StoicaPNL22. Dezember 199928. Dezember 2000
Staatsminister, GesundheitsministerGábor HajdúUDMR22. Dezember 199928. Dezember 2000
InnenministerConstantin Dudu-IonescuPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
VerteidigungsministerVictor Babiuc
Sorin Frunzăverde
PD
PD
22. Dezember 1999
13. März 2000
13. März 2000
28. Dezember 2000
FinanzministerDecebal Traian RemeșPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Ministerin für Arbeit und SozialschutzSmaranda DobrescuPSDR22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für Industrie und HandelRadu-Mircea BerceanuPD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für Landwirtschaft und ErnährungIoan Avram MureșanPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
VerkehrsministerTraian Băsescu
Anca Boagiu
PD
PD
22. Dezember 1999
27. Juni 2000
26. Juni 2000
28. Dezember 2000
Minister für öffentliche Arbeiten und RaumplanungNicolae Ștefan NoicaPNTCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für Wasser, Wälder und UmweltschutzRomică TomescuPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für nationale BildungAndrei MargaPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
KulturministerIon CaramitruPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für Jugend und SportCrin AntonescuPNL22. Dezember 199928. Dezember 2000
Minister für öffentlichen DienstVlad RoșcaPNȚCD22. Dezember 199928. Dezember 2000
Delegierter Minister beim Ministerpräsidenten für nationale MinderheitenPéter Eckstein-KovácsUDMR22. Dezember 199928. Dezember 2000
Generalsekretär der RegierungRadu StroePNL22. Dezember 199928. Dezember 2000
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Einzelnachweise

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