Kai Kupferschmidt

deutscher Wissenschaftsjournalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Kai Kupferschmidt (geboren 1982 in Bonn) ist ein deutscher Wissenschaftsjournalist.

Leben, Werk

Kupferschmidt besuchte Schulen in Meckenheim, London und Potsdam. Von 2004 bis 2008 studierte er Molekulare Biomedizin an der Universität Bonn, danach absolvierte er eine Ausbildung an der Berliner Journalisten-Schule. Seit 2009 lebt er als freier Journalist in Berlin.

Sein Schwerpunkt sind Infektionskrankheiten und globale Gesundheit. Kupferschmidt hat aus zahlreichen Ländern dazu berichtet, etwa 2014 aus Liberia über den Ebola-Ausbruch. Zu diesen Themen betreibt er auch einen Podcast namens Pandemia[1] mit seinen Kollegen Laura Salm-Reifferscheidt und bis 2023, als dieser am 25. April im Alter von 47 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls verstarb,[2] mit Nicolas Semak. Seit 2011 ist er Korrespondent des Magazins Science.[3] Daneben schreibt er für deutsche Medien wie Die Zeit, die SZ und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Am 24. Februar 2020 publizierte er in der Wochenzeitschrift Die Zeit eine Analyse der Coronavirus-Pandemie unter dem Titel Eindämmen war gestern.[4] Das von Kupferschmidt skizzierte Szenario wurde am Folgetag durch Positivdiagnosen in zusätzlich vier Regionen Italiens und sechs Staaten Europas vollinhaltlich bestätigt und partiell sogar übertroffen. Zum gleichen Thema wurde er im Dezember 2021 auch in Deutschlandfunk Nova rezipiert.[5]

Den weltweiten Ausbruch der Affenpocken thematisierte Kupferschmidt schon früh bei Science und im Pandemia-Podcast. Im August 2022 schrieb er dazu auch ein Essay in der New York Times.[6]

Kupferschmidt ist seit ca. 2014 HIV-positiv.[7]

Bücher

Zitat

„Neue Seuchen werden kommen. Ob sie zur Katastrophe werden, wird vor allem davon abhängen, was am Ende überwiegt: Empathie und Erfindungsreichtum oder Ignoranz und Egoismus.“

Kai Kupferschmidt, Seuchen. 100 Seiten, 2018[8]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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