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Kaliumheptafluorotantalat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaliumheptafluorotantalat, nach IUPAC genauer Kaliumheptafluoridotantalat(V), ist eine anorganische chemische Verbindung des Kaliums aus der Gruppe der Fluoridotantalate.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kaliumheptafluorotantalat
_ K+ 0 _ Ta5+0 _ F
Allgemeines
Name Kaliumheptafluorotantalat
Andere Namen
  • Dikaliumheptafluorotantalat
  • Kaliumheptafluorotantalat(V)
  • Kaliumheptafluoridotantalat(V)
Verhältnisformel K2[TaF7]
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 16924-00-8
EG-Nummer 240-986-1
ECHA-InfoCard 100.037.245
PubChem 28146
Wikidata Q7234706
Eigenschaften
Molare Masse 392,13 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

4,11 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

720 °C[1]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (5 g·l−1 bei 15 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301331
P: 261301+310311[1]
Toxikologische Daten

110 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Kaliumheptafluorotantalat kann durch Reaktion von Tantal(V)-oxid mit Flusssäure und Kaliumhydrogendifluorid gewonnen werden.[3]

Eigenschaften

Kaliumheptafluorotantalat ist ein weißer Feststoff, der in Form von glänzenden, dünnen, kurzen Nadeln vorliegt. Er ist bequem aus Flusssäure umkristallisierbar.[3] Die Verbindung besitzt über 200 °C eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pmma (Raumgruppen-Nr. 51)Vorlage:Raumgruppe/51.[4] Ansonsten eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14.[2][5]

Verwendung

Kaliumheptafluorotantalat wird zur elektrochemischen Synthese von Tantaldiborid TaB2 verwendet.[1] Es dient auch der Herstellung von Tantal durch Reduktion mit Natrium.[6] Auf ähnliche Weise wurde 1825 von Jöns Jakob Berzelius erstmals Tantal hergestellt, wobei dieser Kalium anstelle von Natrium verwendete.[2] K2[TaF7] dotiert mit Mn4+ wurde als Leuchtstoff für warmweiße LED vorgeschlagen, da es unter UV bzw. blauer Anregung intensive schmalbandige rote Lumineszenz aufweist.[7]

Einzelnachweise

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