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Kaliumhexachloroplatinat(IV)

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaliumhexachloroplatinat(IV) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Hexachloridoplatinate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Kaliumhexachloroplatinat(IV)
Allgemeines
Name Kaliumhexachloroplatinat(IV)
Andere Namen

Dikaliumhexachloroplatinat

Summenformel K2[PtCl6]
Kurzbeschreibung

gelber bis orangegelber geruchloser Feststoff[1][2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 16921-30-5
EG-Nummer 240-979-3
ECHA-InfoCard 100.037.239
PubChem 61856
Wikidata Q2200861
Eigenschaften
Molare Masse 486,01 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,50 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

250 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit
  • löslich in heißem Wasser[1] (52 g·l−1 bei 100 °C)[3]
  • wenig löslich in kaltem Wasser[1]
  • praktisch unlöslich in Ethanol[1]
Brechungsindex

1,825 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 290​‐​301​‐​317​‐​318​‐​334
P: 280​‐​302+352​‐​304+340​‐​305+351+338​‐​310[2]
Toxikologische Daten

195 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Geschichte

Als Kaliumsalz der Chloroplatinsäure wurde die Verbindung erstmals im Jahr 1881 vom deutschen Chemiker Karl Seubert durch eine Fällung von Platin(IV)-chlorid mit Kaliumchlorid erhalten.[5][6]

Gewinnung und Darstellung

Kaliumhexachloroplatinat(IV) kann durch Reaktion einer schwach salzsauren Hexachloroplatin(IV)-säure-Lösung oder Platin(IV)-chlorid[7] mit Kaliumchlorid gewonnen werden.[8]

Eigenschaften

Kaliumhexachloroplatinat(IV) ist ein gelber geruchloser Feststoff, der wenig löslich in kaltem Wasser ist.[1] Er liegt in Form von leuchtend gelben Oktaedern vor. Eine Verfärbung nach ockergelb und rötlichgelb deutet auf die Anwesenheit von Iridium, Ruthenium und Palladium hin. Schon geringe Verunreinigungen von Rhodium rufen einen grüngelben bis grünen Farbstich hervor. Die Verbindung besitzt eine kubische Kristallstruktur mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225.[8]

Es zersetzt sich bei Erhitzung, reagiert mit Kaliumhydroxid zu Platinhydroxidkomplexen und wird durch Kupfer(I)-chlorid zu Kaliumtetrachloroplatinat(II) reduziert.[7]

Verwendung

Kaliumhexachloroplatinat(IV) wird zur Herstellung von anderen chemischen Verbindungen (wie dem Arzneistoff Ormaplatin[9]) und in der Analogfotografie[7] verwendet.

Die Verbindung lässt sich (mit gewissen Einschränkungen[10]) zum Nachweis von Kalium verwenden.[11]

Außerdem wird die Verbindung als Standard für die Platin-Cobalt-Farbzahl herangezogen.

Einzelnachweise

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