Kaliumtitanoxid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaliumtitanoxid ist eine chemische Verbindung des Kaliums aus der Gruppe der Titanate.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kaliumtitanoxid
_ K+ 0 _ O2− 0 _ Ti4+
Allgemeines
Name Kaliumtitanoxid
Andere Namen

Kaliumtitanat

Verhältnisformel K2Ti6O13
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12056-51-8
EG-Nummer 432-240-0
ECHA-InfoCard 100.103.050
PubChem 138394505
Wikidata Q26836370
Eigenschaften
Molare Masse 573,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[3]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 351
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
Schließen

Gewinnung und Darstellung

Kaliumtitanoxid kann durch Reaktion von Natriumtitanoxid mit Kaliumhydroxid gewonnen werden.[4] Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch die Reaktion von Kaliumcarbonat oder Kaliumfluorid mit Titandioxid bei hohen Temperaturen.[5]

Eigenschaften

Kaliumtitanoxid ist ein farbloser Feststoff.[1] Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12.[6]

Verwendung

Kaliumtitanoxid kann als Isoliermaterial und Katalysatorträgermaterial verwendet werden.[7]

Verwandte Verbindungen

Laut einigen Quellen lassen sich neben K2Ti6O13 (K2O·6TiO2) weitere Kaliumtitanate der Form K2O·nTiO2 mit n=1, 2, 4, 6, 8, 10 und 12 darstellen, wovon die Verbindungen mit n = 4 und 6 die größte praktische Bedeutung besitzen.[7]

Risikobewertung

Kaliumtitanoxid wurde 2014 von der EU gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH) im Rahmen der Stoffbewertung in den fortlaufenden Aktionsplan der Gemeinschaft (CoRAP) aufgenommen. Hierbei werden die Auswirkungen des Stoffs auf die menschliche Gesundheit bzw. die Umwelt neu bewertet und ggf. Folgemaßnahmen eingeleitet. Ursächlich für die Aufnahme von Kaliumtitanoxid waren die Besorgnisse bezüglich Exposition von Arbeitnehmern sowie der vermuteten Gefahren durch krebserregende Eigenschaften. Die Neubewertung läuft seit 2017 und wird von Frankreich durchgeführt. Um zu einer abschließenden Bewertung gelangen zu können, wurden weitere Informationen nachgefordert.[8]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI