Kaltenborn

Gemeinde in Rheinland-Pfalz From Wikipedia, the free encyclopedia

Kaltenborn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Kaltenborn
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kaltenborn hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 24′ N,  1′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 437 m ü. NHN
Fläche: 21,83 km²
Einwohner: 344 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53520
Vorwahl: 02691
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 037
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Website: www.kaltenborn-eifel.de
Ortsbürgermeister: Volker Kloss
Lage der Ortsgemeinde Kaltenborn im Landkreis Ahrweiler
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Kaltenborn von der Hohen Acht aus gesehen

Geographie und Sehenswürdigkeiten

St. Servatius (Turm und Langhaus)
Kirche mit staufischem Turm

Kaltenborn liegt im Zentrum der Hocheifel am Fuße der Hohen Acht, der mit 747 m ü. NHN höchsten Erhebung der Eifel, inmitten einer hügeligen Landschaft mit ausgedehnten Waldflächen. Aufgrund der landschaftlich günstigen Lage wird der Ort auch durch den Tourismus geprägt. Zu Kaltenborn gehören die Ortsteile Jammelshofen, Herschbach und Hochacht sowie die Wohnplätze Hotel Hohe Acht, Mühlenhof und Rosenhof.[2]

Durch Kaltenborn fließt der Herschbach. Kaltenborn befindet sich somit im Herschbachtal, einem Seitental des Kesselinger Tals. Die 1. Kirche wurde 1168 gebaut. Um 1800 war die Kirche baufällig. das neue Kirchenschiff wurde 1833 gebaut. Den staufischen Turm der Kirche St. Servatius aus dem 13. Jahrhundert ließ man stehen.[3]

Geschichte

Kaltenborn war eine fränkische Siedlung mit einer kalten Quelle, woraus sich auch der Name ergab. Von 1100 bis 1200 war es ein Dorf der Grafschaft Are, von 1200 bis 1276 gehörte es den Grafen von Are-Nürburg. Als dieses Grafengeschlecht1276 ausstarb kam der Ort zum Erzstift Köln, das 1356 bekanntlich Kurfürstentum wurde. Als kurkölsches Dorf gehörte es bis 1794 zum Amt Nürburg. In der Franzosenzeit gehörte Kaltenborn zum Kanton Adenau, zur preußischen Zeit (ab 1815) war es eine Gemeinde der Bürgermeisterei Adenau und des Kreises Adenau. Teile der Gemeinde Kaltenborn gehörten im 18. Jahrhundert den Herren von Bourscheid. Das Wappen mit Seerosenblättern und schwarz-weißem Kreuz zeigt die historischen Verbindungen zur Kurkölnischen Herrschaft und den Herren von Bourscheid. Die Kreisaufteilung brachte es 1931 zum Kreis Ahrweiler. Wegen der Anlage eines Truppenübungsplatzes wurde die Bewohner des Ortes 1939 umgesiedelt. Das Dorf wurde weitgehend zerstört. Nach dem Krieg kam es zur Neuansiedlung, auch mit Flüchtlingen aus Ostpreußen.[4] Am 7. November 1970 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Jammelshofen nach Kaltenborn eingemeindet.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kaltenborn; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][6]

JahrEinwohner
1815112
1835145
1871101
1905103
1939472
1950272
JahrEinwohner
1961373
1970386
1987343
1997406
2005421
2024344

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Kaltenborn besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

Bürgermeister

Volker Kloss wurde am 19. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Kaltenborn.[8] Da für die Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde,[9] oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat der Gemeinde, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung für Kloss entschied.[10]

Die Vorgänger von Volker Kloss waren Manfred Hoffmann (Amtszeit 2014–2024) und Wilfried Börder (1999–2014).[11][12]

Sonstiges

Am 22. Dezember 1982 stürzte ein Kampfflugzeug der US. Air Force aus Bitburg bei Herschbach ab. Der Pilot wurde beim Absturz getötet.[13] Er wurde mit einem Gedenkstein () geehrt.[14]

In Kaltenborn geboren

Siehe auch

Commons: Kaltenborn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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