Kamionka (Morąg)
Dorf in Polen
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Kamionka (deutsch Steinsdorf) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Stadt-und-Land-Gemeinde Morąg im Powiat Ostródzki.
| Kamionka | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Morąg | |
| Geographische Lage: | 53° 57′ N, 19° 50′ O | |
| Einwohner: | 53 (2021[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-300 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Chojnik ↔ Rolnowo | |
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Geographische Lage
Kamionka liegt im nördlichen Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer nordwestlich der Stadt Morąg bzw. 32 Kilometer nordwestlich der Kreisstadt Ostróda.
Geschichte
Das seinerzeitige Steinsdorf war ein kleiner Ort,[2] der im Jahre 1785 als „königliches Dorf“ mit neun Feuerstellen, eingepfarrt nach Hagenau erwähnt und im Jahre 1820 als „Schatulldorf“ mit ebenfalls neun Feuerstellen bei 55 Einwohnern genannt wurde.[3]
Im Jahre 1874 wurde Steinsdorf in den neu errichteten Amtsbezirk Hagenau im ostpreußischen Kreis Mohrungen eingegliedert.[4] Kurz bevor dieser wieder aufgelöst wurde, kam Steinsdorf 1882 zum Amtsbezirk Kahlau.
Die Einwohnerzahl von Steinsdorf belief sich im Jahre 1885 auf 83 und stieg bis 1910 auf 91.[3]
Am 31. Oktober 1928 verlor Steinsdorf seine Eigenständigkeit, als es sich mit Rollnau und anderen Nachbarorten zu neuen Landgemeinde Rollnau zusammenschloss.[4]
In Kriegsfolge wurde das gesamte südliche Ostpreußen 1945 an Polen abgetreten. Steinsdorf erhielt die polnische Namensform „Kamionka“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft innerhalb der Gmina Morąg im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Eingemeindet ist der Nachbarort Anin. Die Einwohnerzahl belief sich im Jahre 2021 auf 53.[1]
Religion
Steinsdorf war bis 1945 in den Sprengel Hagenau der vereinigten evangelischen Kirchengemeinde Kahlau-Hagenau eingegliedert, die dem Superintendenturbezirk Mohrungen im gleichnamigen Kirchenkreis in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union zugeordnet waren.[5] Außerdem gehörte Steindorf damals zur römisch-katholischen Kirche St. Joseph der Stadt Mohrungen im Dekanat Pomesanien des damaligen Bistums Ermland.[3]
Heute gehört Kamionka evangelischerseits zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde der Pfarrei Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, katholischerseits zur Pfarrei in Chojnik im Dekanat Morąg des jetzigen Bistums Elbląg.
Verkehr
Kamionka liegt an einer Nebenstraße, die Chojnik mit Rolnowo verbindet. Ein Bahnanbindung besteht nicht.
