Kang Shen

chinesisch-US-amerikanischer Neurowissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Shen wuchs in Wuhan auf und studierte an der Medizinischen Tongji-Universität (heute Universität für Wissenschaft und Technik Zentralchina) klinische Medizin. Nach dem Studienabschluss 1994 ging er zu Tobias Meyer an die Duke University, wo er 1999 mit einer Arbeit zur Steuerung örtlichen und räumlichen Verteilung der Calcium-Calmodulin-abhängigen Proteinkinase II (CaMKII) einen Ph.D. in Zellbiologie erwarb. Als Postdoktorand arbeitete Shen bei Cornelia Bargmann an der University of California, San Francisco, wo er begann, sich mit der synaptischen Spezifität am Modellorganismus C. elegans zu befassen. 2003 erhielt er eine eigene Arbeitsgruppe an der Stanford University. Hier ist er heute (Stand 2026) Professor für Biologie und Direktor des WuTsai Neuroscience Institute.

Seit 2008 forscht Shen zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute (HHMI).[1] 2025 wurde er sowohl Mitglied der American Academy of Arts and Sciences[2] als auch der National Academy of Sciences.[3] Er hat laut Google Scholar einen h-Index von 65,[4] laut Datenbank Scopus einen von 55[5] (jeweils Stand März 2026).

Shen und Mitarbeiter erforschen grundlegende zellbiologische Mechanismen im Nervensystem, insbesondere die Ausbildung neuronaler Polarität, Dendriten- und Synapsenbildung sowie den intrazellulären Transport. Seine Arbeiten identifizieren molekulare und umweltbedingte Faktoren der Synapsenentwicklung und klären, wie Nervenzellen spezifische Verbindungen ausbilden. Dabei nutzt sein Labor C. elegans, um diese Prozesse in lebenden Neuronen unter physiologischen Bedingungen und in neuronalen Stressreaktionen zu untersuchen, mit Implikationen für verschiedene Erkrankungen.[2][3]

Einzelnachweise

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