Kanwal Sethi
indisch-deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
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Leben
Kanwal Sethi ist ein indisch-deutscher Regisseur und Drehbuchautor. Er wurde in Amritsar, Indien, geboren. Früh interessierte er sich für Film und Theater, gründete eine Theatergruppe und inszenierte an verschiedenen freien Theatern. Nach seinem Umzug nach Deutschland fing er zunächst in Dresden an, Volkswirtschaft zu studieren, brach dieses Studium jedoch ab, um sich dem Filmemachen zuzuwenden.
Neben seiner künstlerischen Arbeit engagiert sich Kanwal Sethi für NGOs.[1] Unter anderem ist er Mitglied des MDR-Rundfunkrats[2] und der Deutschen Filmakademie[3].
Werk
Fernes Land, sein Debütfilm, erzählt eine Freundschaftsgeschichte und feierte seine Premiere 2011 auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis.[4] Sein Spielfilm Once Again – Eine Liebe in Mumbai ist der erste Teil der Trilogie, in der es um die Einsamkeit im urbanen Indien geht. Was von der Liebe bleibt (2023) erzählt die Liebesgeschichte von Ilyas (Serkan Kaya) und Yasemin (Seyneb Saleh), zwei Deutschen türkischer und kurdischer Abstammung vor dem Hintergrund des gesichtslosen strukturellen Rassismus in unserer Gesellschaft. Für Daniel Kothenschulte von der Frankfurter Rundschau ist der Film „einer der respektvollsten Filme über die Opfer von Rassismus, die es in den letzten Jahren gab und einer der schonungslosesten über Missstände bei der Polizei“.[5] Seine Spiel- und Dokumentarfilme liefen auf internationalen Filmfestivals, u. a. auch im MoMA New York und gewannen verschiedenen Preise.
Filmografie
Regie und Drehbuch
- 2004: Raga: Färbung des Geistes (Dokumentarfilm)
- 2005: Detail (Dokumentarfilm)
- 2011: Fernes Land
- 2016: Vier Frauen (Dokumentarfilm)
- 2018: Once Again – Eine Liebe in Mumbai
- 2020: London Confidential
- 2023: Was von der Liebe bleibt
Weblinks
- Kanwal Sethi bei IMDb
- Kanwal Sethi bei filmportal.de
- Interview vom 2. Mai 2024 auf film-rezensionen.de