Kappa-Organismus
Art von vererbbaren Symbionten
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Einen Kappa-Organismus oder Kappa-Partikel nennt man in der Biologie vererbbare zytoplasmatische Symbionten (Endosymbionten), die in einigen Stämmen des Wimperntierchens Paramecium (Pantoffeltierchen) vorkommen. Paramecium-Stämme mit diesen Partikeln werden als „Killer-Paramecia“ bezeichnet. Sie setzen eine als Paramecin[1][2] bezeichnete Substanz in das Kulturmedium frei, die für Kappa-Partikel-freie Paramecium tödlich ist. Kappa-Partikel werden in Genotypen von Paramecium aurelia syngen 2 gefunden, die das dominante Gen K tragen.[3][4]
Kappa-Partikel sind Feulgen-positiv und färben sich nach einer Säurehydrolyse mit Giemsa-Färbung. Die Länge der Partikel beträgt 0,2–0,5 μm.[5]
Lange Zeit war man sich unklar über das Wesen der Kappa-Partikel (Viren, Bakterien, Organellen)[6]. Heute weiß man, dass es sich bei den Partikeln um intrazelluläre bakterielle Symbionten handelt (Caedibacter taeniospiralis, γ-Proteobacteria).[7][8][9] Caedibacter taeniospiralis enthält zytoplasmatische Proteineinschlüsse, sogenannte R-Körper, die als Toxinverteilungssystem fungieren.