Kapuzenkernbeißer
Art der Gattung Hesperiphona
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Der Kapuzenkernbeißer (Hesperiphona abeillei) auch Abeillekernbeißer ist eine Vogelart aus der Unterfamilie der Stieglitzartigen. Er kommt ausschließlich in Mittelamerika vor.
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Kapuzenkernbeißer (Hesperiphona abeillei) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Hesperiphona abeillei | ||||||||||||
| (Lesson, RP, 1839) |
Erscheinungsbild
Der Kapuzenkernbeißer erreicht eine Körperlänge von sechzehn bis achtzehn Zentimetern.[1] Ein Geschlechtsdimorphismus besteht.
Das Männchen ist an Kopf, Nacken, Kehle, Brust, Schwingen und Schwanz schwarz gefiedert. Die Deckfedern der Armschwingen sind weißlich. Der Rücken dagegen ist grünlich gelb. Die Körperunterseite ist ebenso wie die Oberschwanzdecken leuchtend gelb. Die Augen sind braun. Der Schnabel ist kräftig und gelblich. Bei dem Weibchen sind die schwarzen Gefiederpartien deutlich kleiner. Nur die Schwingen und der Schwanz sowie der Oberkopf bis in den Nacken sind schwarz. Der Rücken und die Oberschwanzdecken sind olivfarben. Die Kehle ist von einem hellen Gelb. Die Unterseite ist gelbbräunlich.
Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet des Kapuzenkernbeißers sind Mexiko und Guatemala. Teile des Verbreitungsgebietes überlappen sich mit dem des Abendkernbeißers. Der Lebensraum des Kapuzenkernbeißers sind dichte Nadel- und Mischwälder.
Das Nest wird freistehend in einer Astgabel errichtet. Das Gelege umfasst vier Eier. Die Jungen sind nach zwanzig Tagen flügge und mit 30 Tagen selbständig.
Systematik
Der Abendkernbeißer und der Kapuzenkernbeißer sind nahe mit dem eurasischen Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) verwandt und werden von einigen Autoren neben diesem in die Gattung Coccothraustes gestellt. Die Phylogenetik dieser drei Arten ist aber bislang nicht genau untersucht und eine direkte Verwandtschaft der beiden neuweltlichen Hesperiphona-Arten mit dem eurasischen Kernbeißer nicht nachgewiesen. Anatomische Untersuchungen von 1925 legen eine nahe Verwandtschaft von Hesperiphona mit dem Wacholderkernbeißer nahe.[2]
Unterarten
Es sind folgende Unterarten bekannt:[3]
- Hesperiphona abeillei pallida Nelson, 1928[4] kommt in der Sierra Madre Occidental von Mexiko in den Bundesstaaten Chihuahua, Sinaloa und Durango vor.
- Hesperiphona abeillei saturata Sutton & Burleigh, 1939[5] ist in den Bergen des östlichen Mexikos in den Bundesstaaten San Luis Potosí und dem südwestlichen Tamaulipas verbreitet.
- Hesperiphona abeillei abeillei (Lesson, RP, 1839)[6] kommt in den Bergen von Zentral- und Südmexiko vor.
- Hesperiphona abeillei cobanensis Nelson, 1928[4] ist on den Hochebenen Südmexiko im Bundesstaat Chiapas bis ins zentrale Guatemala verbreitet.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Kapuzenkernbeißer erfolgte 1839 durch René Primevère Lesson unter dem wissenschaftlichen Namen Hesperiphona abeillei. Als Verbreitungsgebiet gab er Mexiko an. Das Typusexemplar befand sich in der Sammlung von Grégoire Abeillé (1798–1848)[6] 1850 führte Charles Lucien Jules Laurent Bonaparte die für die Wissenschaft neue Gattung Hesperiphona für den Wüstenbussard ein.[7] Dieser Begriff leitet sich ἑσπερος hesperos, deutsch ‚Abend‘ und φωνη phōnē, deutsch ‚Laut, Schrei‘ ab.[8] Der Artname abeillei ist ein dem Eigentümer des Typusexemplars gewidmet.[6] Cobanensis bezieht sich auf Cobán.[4] Saturata hat seinen Ursprung in lateinisch saturatus, satur, satura, satis ‚farbenprächtig, dunkler gefärbt, reichhaltig, üppig, ausreichend‘[9], pallida in lateinisch pallidus, pallere ‚blass, bleich, fahl, gelblich-blass; blass sein‘.[10]