Kapuzinerkotinga
Art der Gattung Perissocephalus
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Der Kapuzinerkotinga (manchmal auch Kalbkotinga genannt, Perissocephalus tricolor) ist ein Sperlingsvogel aus der Familie der Schmuckvögel (Cotingidae). Es ist der einzige Art der Gattung Perissocephalus[1] und ist (in bis zu 1400 m Höhe, meistens unter 600 m) in den feuchten Wäldern des nordöstlichen Südamerikas zu finden, fast den gesamten nördlichen Amazonas und östlich von Rio Negro (Kolumbien, Venezuela, Brasilien und Guyana bzw. Suriname und Französisch-Guayana).

| Kapuzinerkotinga | ||||||||||
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Kapuzinerkotinga (Perissocephalus tricolor) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||
| Perissocephalus | ||||||||||
| (Oberholser, 1899) | ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||
| Perissocephalus tricolor | ||||||||||
| (Müller, 1776) |
Beschreibung
Der Kapuzinerkotinga ist ein großer, untersetzter Schreivogel mit einem schweren Schnabel. Erwachsene Vögel dieser Art wiegen zwischen 340 und 420 Gramm und sind 40 Zentimeter lang, was ihnen zu einer der größten Schreivögeln der Welt machen. Sein Gefieder ist insgesamt braun - orange am Bauch und schwarz an den äußeren Flugfedern und Schwanzfedern. Am markantesten ist der kahle, fast geierähnliche Kopf mit einem kahlen Blaupigment. Die junge Vögel ähneln den Ausgewachsenen, abgesehen von den Daunen am Kopf.
Ökologie
Diese Vögel versammeln sich in sogenannten „Leks“, wo sie zusammen „singen“. Ihr „Lied“ ist sehr seltsam und zu schwierig, um es genau zu beschreiben, doch einige Forscher haben in Distanz die Lieder mit den Geräuschen einer Kettensäge oder das Muhen einer jungen Kuh (daher der Name „Kalbkotinga“). Das Nest ist klein und eher spärlich und ist normalerweise in unmittelbarer Nähe des Leks zu finden. Kapuzinerkotingas ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Insekten.
Bestand und Gefährdung
Der Kapuzinerkotinga hat ein großes Verbreitungsgebiet und obwohl es sich um ein ungewöhnlicher Vogel handelt, ist die Population des Vogels vermutlich groß. Der Bestand mag zwar leicht rückläufig wegen Abholzung sein, aber das wiederum ist nicht in einem Tempo, das schnell genug ist, um den Vogel als bedroht zu gelten. Deswegen wird der Kapuzinerkotinga von der IUCN als ungefährdet („least concern“) eingestuft.