Karies-Impfstoff
Impfstoff gegen das Bakterium, das Karies verursacht
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Ein Karies-Impfstoff (synonym Streptococcus-mutans-Impfstoff) ist ein experimenteller Impfstoff gegen den Auslöser von Karies, das Bakterium Streptococcus mutans.
Eigenschaften
Es gibt bislang keine zugelassenen Karies-Impfstoffe. S. mutans siedelt hauptsächlich außerhalb des Körpers im Mund, weshalb mit einer Impfung der Antikörper-Subtyp der Schleimhäute (Immunglobulin A) induziert werden soll. Als Antigene für einen Karies-Impfstoff werden die Virulenzfaktoren GTF (Glucosyltransferasen) und rPAc (Protein-Antigen c, ein Oberflächenprotein) untersucht.[1] Diese beiden Typen von Antigenen vermitteln die Saccharose-unabhängige bzw. -abhängige Anheftung an die Oberfläche von Zähnen.[1]
Experimentelle Karies-Impfstoffe umfassen Fusionsproteine des Proteins rPAc von S. mutans am C-Terminus der Flagellin-Mutante KFD2 aus Escherichia coli.[2] Bei diesem Fusionsprotein wurden die Proteindomänen D2 und D3 des Flagellins entfernt, weil die Proteindomänen D2 und D3 den Toll-like Rezeptor 5 (TLR5) aktivieren und bei der Impfung eine unerwünscht starke Immunantwort auslösen.[2] Ein weiterer experimenteller Karies-Impfstoff in Form eines DNA-Impfstoffs wird untersucht, der Gene für die Glucan-bindende Proteindomäne (GLU) von GTF und für zwei konservierte Bereiche von PAc enthält.[1] Daneben wird ein DNA-Impfstoff untersucht, der für PAc codiert.[3]
Geschichte
Literatur
- Richie Chhabra, Karan Rajpal: Caries vaccine: A boom for public health. In: Annals of Tropical Medicine and Public Health. 9, 2016, S. 1, doi:10.4103/1755-6783.168715.
- S. Zhang: Dental caries and vaccination strategy against the major cariogenic pathogen, Streptococcus mutans. In: Current pharmaceutical biotechnology. Band 14, Nummer 11, 2013, S. 960–966, PMID 24372246.