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Karin Dörre (Politikerin)

deutsche Journalistin und Politikerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Karin Dörre (* 16. September 1954 in Waldbröl als Karin Hombach) ist eine deutsche Journalistin und frühere Politikerin (PDS).

Leben

Dörre wurde im Rheinland geboren und siedelte mit ihren Eltern 1958 in die Deutsche Demokratische Republik nach Gößnitz über.[1] Nach dem Abitur 1973 studierte sie Journalistik an der Universität Leipzig und schloss 1978 mit Diplom ab. Von 1976 bis 1988 war sie für die Junge Welt tätig und war von 1988 bis 1989 Mitarbeiterin des Leiters der Jungen Pioniere Wilfried Poßner. Ab 1989 schrieb sie für das Neue Deutschland und war zeitweise Ressortleiterin „Inland“. Zu dieser Zeit lebte sie in Prenzlauer Berg.[2]

Nach ihrer Zeit in der Politik übernahm Dörre mit ihrem Lebenspartner Reinhard Schult die Dorfkneipe „Zur Linde“ im uckermärkischen Fredersdorf.[1][3] Dort sahen sie sich wiederholt Anfeindungen und Angriffen von Rechtsextremisten ausgesetzt.[4][5] Ab 1999 arbeitete Dörre in Angermünde beim Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus für eine aktive Zivilgesellschaft.[5]

Politik

Dörre war ab 1977 Mitglied der SED und folgend der PDS. Ab Mai 1990 war sie Mitglied der ersten demokratisch-gewählten Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin, der Hauptstadt der DDR. Bei den folgenden Wahlen im Dezember 1990 zog sie für die PDS in das Abgeordnetenhaus von Berlin ein. Von 1990 bis Januar 1995 gehörte sie dem Bundesvorstand der PDS an und war verantwortliche Redakteurin der Mitgliederzeitschrift Disput. Im Januar 1995 trat sie vom Bundesvorstand zurück und verließ die Partei. Aus der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus trat sie im September 1995 aus. Hintergrund dessen war der durch Dörre erhobene Vorwurf der mangelhaften Aufarbeitung der SED-Vergangenheit.[6]

Literatur

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 120.

Einzelnachweise

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