Karl Aurand
deutscher Physiker
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Karl Aurand (* 30. Dezember 1923 in Frankfurt am Main; † 1. Februar 2007) war ein deutscher Mediziner und Strahlenschützer. Seine Hauptarbeitsgebiete lagen auf dem Gebiet der Strahlen- und Umweltforschung.
Leben
Karl Aurand arbeitete von 1947 bis 1957 am Max-Planck-Institut für Biophysik in Frankfurt am Main. 1949 wurde er in Frankfurt zum Dr. med. promoviert. Ab 1957 war Aurand Leiter des neu errichteten Laboratoriums für ionisierende Strahlen des Instituts für Wasser-, Boden- und Lufthygiene („WaBoLu“) des Bundesgesundheitsamtes in Berlin. 1966 habilitierte er sich an der Freien Universität Berlin. Von 1975 bis 1984 war er Erster Direktor dieses Instituts, seit 1972 zudem außerplanmäßiger Professor an FU Berlin. Von 1974 bis 1977 und von 1979 bis 1987 war er außerdem Mitglied der Strahlenschutzkommission (SSK). Nach 1990 engagierte er sich stark für die Wiedererrichtung des früheren Radonbades in Schlema.
Im Jahr 1999 wurde er mit der Hanns-Langendorff-Medaille ausgezeichnet.[1]
Karl Aurand war evangelisch, ab 1954 verheiratet mit Jutta Aurand, geborener Schmidt, und hatte mit ihr die Kinder Claudia, Ute und Cornelia.
Schriften (Auswahl)
- mit Boris Rajewsky und Otto Hug: Strahlendosis und Strahlenwirkung. Thieme Verlag, 1954.
- mit Helmuth Althaus, Joachim Borneff und U. Hässelbarth: Die Trinkwasserverordnung. Schmidt Erich Verlag, 1991.
- mit Barbara P. Hazard und Felix Tretter: Umweltbelastungen und Ängste. Erkennen – Bewerten – Vermeiden. Westdeutscher Verlag, 1993.
Literatur
- Aurand, Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 32.
Weblinks
- Literatur von und über Karl Aurand im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Nachruf bei wabolu.de ( vom 19. August 2007 im Internet Archive)
- Laudatio auf Aurand zur Verleihung der Langendorff-Medaille (PDF; 28 kB)
- Jahresbericht der Strahlenschutzkommission 2006 mit einem Nachruf auf Aurand, PDF