Karl Bollert
deutscher Pädagoge und Physiker
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Leben
Karl Bollert, Sohn des Gymnasiallehrers (Carl) Ernst Bollert (1847–1901) und dessen Frau Auguste Catharina Agathe, geb. Krohn, und Enkel von Ludwig August Bollert, studierte ab dem Sommersemester 1990 an den Universitäten Rostock[1] München, Berlin und ab dem Wintersemester 1902/03 wieder in Rostock[2], wo er 1904 mit einer Dissertation über Geometrie, Über konzentrische Flächen zweiter Ordnung promoviert wurde. 1907 wurde er Lehrer an der Höheren Mädchenschule in Berlin-Schöneberg.[S 2] Er war Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft von 1923 bis 1933.[S 3]
1921 bis 1923 schrieb er mehrere Arbeiten zur Relativitätstheorie, einschließlich der Beschreibung vom gleichförmig beschleunigten Bezugssystem (Rindler-Koordinaten),[3][4] und entwarf eine philosophische Interpretation in Sinne des Neukantianismus in seinem Buch Einstein’s Relativitätstheorie und ihre Stellung im System der Gesamterfahrung (1921)[5] und einem Artikel.[6] In einer Besprechung dieses Buches bezeichnete Hans Reichenbach (1922) die Beschreibung der Relativitätstheorie darin als „kurz und gut“ und das philosophische Konzept der Objektivationsstufen als „bemerkenswert“.[S 4] Laut Ernst Cassirer (1929) zeigte Bollert, wie die Relativitätstheorie zur Bestätigung kantianischer Sichtweisen dienen kann.[S 5] Siehe Hentschel[S 6] und Ryckman[S 7] für eine Analyse seines philosophischen Standpunkts.