Karl Friedrich Minter
deutsch-polnischer Maler, Lithograf, Bernsteinschnitzer und Unternehmer
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Karl Friedrich Minter, polnisch Karol Fryderyk Minter (* 1780 in Stettin; † 2. Februar 1847 in Warschau) war ein deutsch-polnischer Maler, Lithograf, Bernsteinschnitzer und Unternehmer.
Leben
Karl Friedrich Minter war ein Sohn des Stettiner Verwaltungsbeamten Michael Christoph Minter und dessen Frau Johanna Elisabeth, geb. Kräuter. Sein Bruder war der spätere Architekt Wilhelm Heinrich Minter. Karl Friedrich studierte in Kopenhagen, ging um 1811 (oder 1805) nach Berlin, wo er 1812, 1814 und 1816 auf den Akademie-Ausstellungen mit Miniaturmalereien vertreten war. 1811/1815 war er Mitglied der Freimaurerloge Zum Pilgrim.[1] 1814 malte er ein lebensgroßes Bildnis Friedrich Wilhelms III. 1815 wurde er Mitglied des Berlinischen Künstler-Vereins. 1822 folgte er seinem Bruder Wilhelm nach Warschau und war dort als Miniaturist und Lithograf tätig. Von 1824 bis 1826 war er Chef der lithografischen Abteilung der Kommission für Religiöse Bekenntnisse und Öffentliche Aufklärung. 1828 leitete er die Arbeiten zur Erstellung einer Karte des Königreich Polens. Nach 1828 gab er die künstlerische Tätigkeit auf und gründete eine Fabrik für Metallabgüsse, die Statuetten und Medaillons berühmter Polen produzierte.
Er war seit 1811 verheiratet mit Johanna Grohse (1782–1855). Der Sohn Karl Julius (1812–1892), Schulfreund von Frédéric Chopin, studierte nach dem Abschluss des Warschauer Gymnasiums am Polytechnischen Institut und übernahm 1835 die Firma.
Literatur
- Minter, Karl Friedrich. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 24: Mandere–Möhl. E. A. Seemann, Leipzig 1930, S. 583 (biblos.pk.edu.pl).
Weblinks
- Karl Friedrich Minter. Abgerufen am 14. Januar 2026
- Familie Minter. Abgerufen am 14. Januar 2026