Karl Friedrich Zaisser
deutscher Jurist (1797-1871), Stadtschultheiß von Ravensburg
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Karl Friedrich Zaisser (* 6. Oktober 1797 in Alpirsbach; † 18. September 1871 in Ravensburg[1]) war ein deutscher Jurist sowie Stadtrat und Stadtschultheiß in Ravensburg.
Leben

Zaisser studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und wurde anschließend Rechtsanwalt. Im Jahr 1839 erhielt er die Bürgerrechte der Stadt Ravensburg[2] und war als Stadtrat, Rechtskonsulent und Obmann des Ravensburger Bürgerausschusses tätig. Er war Stadtschultheißenamtsverweser.[3] Zaisser galt als „politisch versierter Kopf“.[4] Von 1856 bis 1863 war er der Stadtschultheiß (Bürgermeister) der Stadt Ravensburg. Zaisser gilt als Initiator der städtischen Infrastruktur und brachte das Gaslicht nach Ravensburg; mit der Einführung der Gasbeleuchtung legte er den Grundstein für die heutigen Stadtwerke (heute: Technische Werke Schussental – TWS).[5]
Er war 1827 neben den Bürgern namens Bäumer, Möhrlin und Zepff sowie dem Vikar Rößler und dem Stadtschultheiß Franz von Zwerger eines der Gründungsmitglieder des Ravensburger Liederkranzes (heute: Oratorienchor Liederkranz Ravensburg). Zaisser schloss sich, ebenso wie Bäumer, Möhrlin, Rößler und Zepff zwischenzeitlich einem konkurrierenden Gesangsverein an. Sie traten später jedoch wieder dem Liederkranz bei[6] und Zaisser war bis zu seinem Rücktritt am 3. Juli 1841 Vorstand des Vereins.[7]
Literatur
- Alfred Lutz: Zwischen Beharrung und Aufbruch. Ravensburg 1810–1847. Aschendorff, Münster 2005.