Karl Friedrich Zaisser

deutscher Jurist (1797-1871), Stadtschultheiß von Ravensburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Friedrich Zaisser (* 6. Oktober 1797 in Alpirsbach; † 18. September 1871 in Ravensburg[1]) war ein deutscher Jurist sowie Stadtrat und Stadtschultheiß in Ravensburg.

Leben

Von K. F. Zaisser gestiftete Schützenscheibe von 1856 (Motiv: Schützenfest auf der Veitsburg), Rathaus Ravensburg

Zaisser studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und wurde anschließend Rechtsanwalt. Im Jahr 1839 erhielt er die Bürgerrechte der Stadt Ravensburg[2] und war als Stadtrat, Rechtskonsulent und Obmann des Ravensburger Bürgerausschusses tätig. Er war Stadtschultheißenamtsverweser.[3] Zaisser galt als „politisch versierter Kopf“.[4] Von 1856 bis 1863 war er der Stadtschultheiß (Bürgermeister) der Stadt Ravensburg. Zaisser gilt als Initiator der städtischen Infrastruktur und brachte das Gaslicht nach Ravensburg; mit der Einführung der Gasbeleuchtung legte er den Grundstein für die heutigen Stadtwerke (heute: Technische Werke Schussental – TWS).[5]

Er war 1827 neben den Bürgern namens Bäumer, Möhrlin und Zepff sowie dem Vikar Rößler und dem Stadtschultheiß Franz von Zwerger eines der Gründungsmitglieder des Ravensburger Liederkranzes (heute: Oratorienchor Liederkranz Ravensburg). Zaisser schloss sich, ebenso wie Bäumer, Möhrlin, Rößler und Zepff zwischenzeitlich einem konkurrierenden Gesangsverein an. Sie traten später jedoch wieder dem Liederkranz bei[6] und Zaisser war bis zu seinem Rücktritt am 3. Juli 1841 Vorstand des Vereins.[7]

Literatur

  • Alfred Lutz: Zwischen Beharrung und Aufbruch. Ravensburg 1810–1847. Aschendorff, Münster 2005.
Commons: Karl Friedrich Zaisser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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