Karl Hesse (Musiker)

deutscher Cellist, Dirigent und Musikpädagoge From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Mannheimer Hofmusikus’ Richard Hesse und der Schauspielerin Charlotte Hesse geborene Bensberg. Nach dem Schulbesuch nahm er eine musikalische Ausbildung zunächst beim Konzertmeister Müller in Mannheim und danach bei Professor Klengels auf. Ab 1917 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. Nach Rückkehr aus dem Krieg 1918 wurde er Solocellist am Staatstheater in Freiburg im Breisgau. 1921 wechselte er als Erster Solocellist an das Konzertvereins-Orchester nach München und 1922 als Solocellist an das Städtische Orchester nach Köln. Dort erfolgte seine Ernennung zum Konzertmeister der Gürzenich-Konzerte. Gleichzeitig spielte er als Cellist im Gürzenich-Quartett und war Lehrer am Konservatorium in Köln.

Im Spätsommer 1926 wechselte Hesse nach Sachsen, wo er Solocellist und Erster Konzertmeister bei der Sächsischen Staatskapelle in Dresden wurde.[1] In Dresden trat er 1937 am Violoncello auch im Streichtrio mit Jan Dahmen (Violine) und Georg Seifert (Viola) auf.[2]

Er ließ sich 1938 von seiner jüdischen Frau Eva Hesse geborene Lippmann scheiden, um so seine Stelle in der Staatskapelle zu sichern. Im November 1943 trat er noch im Jan-Dahmen-Quartett in Dresden auf.[3] Letztendlich wählte er selbst den Weg der Emigration und siedelte in die USA über, wo er zuletzt im San Francisco Symphony Orchestra als Violincellist spielte.

Literatur

  • Künstlerbuch der Sächsischen Staatstheater. Dresden 1934, S. 47.

Einzelnachweise

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