Karl Loweg

deutscher Fußballtorhüter From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Loweg (* 16. April 1938 in Köln; † 25. Juli 2021[1][2]) war ein deutscher Fußballspieler. Der im Ruhrgebiet aufgewachsene Torwart spielte für den FC Schalke 04 und den KSV Hessen Kassel zu Oberliga− und Werder Bremen zu Bundesligazeiten erstklassig, ehe er im hessischen Zweit- und Amateurligafußball seine Karriere ausklingen ließ.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Karl Loweg
Personalia
Geburtstag 16. April 1938
Geburtsort Köln, Deutschland
Sterbedatum 25. Juli 2021
Größe 179 cm
Position Torwart
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
Arminia Hassel
BV Buer 07
1955–1958 SpVg Westfalia Buer
1958–1959 FC Schalke 04 9 (0)
1959–1967 KSV Hessen Kassel 200 (0)
1967–1969 Werder Bremen 15 (0)
1969–1971 FSV Frankfurt
1971–1975 SpVgg Bad Homburg
1975–1978 SG Ober-Erlenbach
1978–1980 FV Bad Vilbel
Stationen als Trainer
Jahre Station
1991–1997 FSV Germania 08 Steinbach
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
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Sportlicher Werdegang

Zwischen Oberliga und Europapokal bei Schalke 04 und Zweitligameisterschaft mit Hessen Kassel

Loweg spielte bei Arminia Hassel, BV Buer 07 und ab 1955 der SpVg Westfalia Buer[3], bevor er zum großen Nachbarn, dem FC Schalke 04 wechselte. Die Knappen waren im Vorjahr deutscher Meister geworden und für den Europapokal für Landesmeister qualifiziert. Loweg war die Nummer zwei hinter Manfred Orzessek. Im November 1958 kam Lowegs große Stunde, im Europapokal gegen die Wolverhampton Wanderers stand er neunzig Minuten im Tor. Das Spiel endete 2:2; auch im Rückspiel (2:1 für Schalke) stand er zwischen den Pfosten. Im Ligabetrieb konnte der S04 nicht an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen und wurde Elfter in der Oberliga West.

Loweg verließ im Sommer 1959 Schalke 04 und spielte die nächsten acht Jahre für den KSV Hessen Kassel. Dabei hatte er im Sommer 1962 ebenso wie sein bisheriger Kasseler Mannschaftskamerad Erich Hahn bereits einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt unterzeichnet.[4] Im Gegensatz zum Offensivspieler erhielt er jedoch keine Freigabe für den Wechsel und im Juli verlängerte er seinen Vertrag beim KSV[5], mit dem er in der Spielzeit 1963/64 vor dem FC Bayern München Süddeutscher Meister wurde. Hinter dem Nordvizemeister Hannover 96 verpasste er mit der Mannschaft anschließend in der Aufstiegsrunde den Sprung in die Bundesliga. In in den nächsten Spielzeiten konnte er den Erfolg mit den Kasselern jedoch nicht mehr wiederholen.

Bundesliga mit Werder Bremen

1967 heuerte Loweg beim Bundesligisten Werder Bremen an, bei dem sich Klaus Lambertz und Gerhard Teupel aus dem bisherigen Torwarttrio verabschiedet hatten und der zudem neben dem Torhüter die Offensivspieler Horst Schaub und Bernd Schmidt aus Kassel unter Vertrag genommen hatte.[6] In den nächsten beiden Jahren absolvierte er 15 Bundesligaspiele, sein erstes am 1. Spieltag der Bundesligasaison 1967/68 im Nordderby gegen den Hamburger SV. Nach der 1:4-Niederlage und einer 3:5-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt im folgenden Spiel rückte er unter Trainer Günter Brocker, mit dem er beim FC Schalke 04 noch zusammengespielt hatte, ins zweite Glied hinter Günter Bernard. Fortan stand er die meiste Zeit im Schatten des Konkurrenten, der als Ersatzmann bei der Weltmeisterschaftsendrunde 1966 Vizeweltmeister geworden war und bis zu seiner letzten Berufung 1968 30 Mal im Kader der deutschen Nationalmannschaft gestanden hatte. Entsprechend kam Loweg vornehmlich als Vertreter bei Erkrankungen und Verletzungen des Konkurrenten zum Einsatz.

Rückkehr in den hessischen Fußball

Von der Weser wechselte Loweg 1969 zum FSV Frankfurt[7], mit dem er 1970 aus der Regionalliga Süd abstieg. Dabei war er Ende März 1970 nach einer Auseinandersetzung mit Trainer Willi Keim kurzzeitig suspendiert worden, kehrte aber nach einer Entschuldigung wenige Tage zurück und der FSV-Vorstand sah von weiteren Disziplinarmaßnahmen ab.[8] Er verpasste somit für den Aufsteiger nur die Partie bei der SpVgg Bayern Hof, bei der er folglich aus dem Kader gestrichen war, und kam für die Bornheimer auf 37 Einsätze in der Regionalligasaison 1969/70. Nach zwei Jahren in Frankfurt wechselte Loweg 1971 zur SpVgg Bad Homburg. Mit Homburg gewann er durch 1:0-Erfolg im Finale gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern die Deutsche Amateurmeisterschaft 1973. Anschließend spielte er noch für die SG Ober-Erlenbach und den FV Bad Vilbel, bei dem er seine Fußballer-Laufbahn im Alter von 42 Jahren beendete.[3]

Später war Loweg Trainer im hessischen Amateurbereich. Unter anderem betreute er in den 1980er Jahren den SV Teutonia Köppern, mit dem er 1983 in die Bezirksliga aufstieg.[9] Zwischen 1991 und 1997 trainierte Loweg den FSV Steinbach im Taunus.

Trivia

Loweg war gelernter Einzelhandelskaufmann und war bis zu seiner Verrentung im Jahr 2000 Leiter der Logistikabteilung einer Firma für Haushaltsgeräte und Rasierer in Kronberg im Taunus.

Einzelnachweise

Literatur

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