Karl Scheidl

deutscher Wirtschaftswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Scheidl (* 14. August 1929 in Mühldorf am Inn) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Ab 1965 war er ordentlicher Professor für Betriebswirtschaftslehre in Berlin.

Leben

Scheidl wurde 1929 als Sohn eines Kaufmanns geboren.[1] Nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München.[1] 1954 legte er das Examen zum Diplom-Kaufmann ab und 1956 wurde er in München an der Staatswissenschaftlichen Fakultät mit der Dissertation Betriebswirtschaftliche Denk- und Seinsformen. Eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen der Betriebswirtschaftslehre zum Dr. oec. publ. promoviert. Er war dann – ebenfalls in München – Assistent von Karl Friedrich Rößle und Otto Hintner. 1963 habilitierte er sich mit der Arbeit Die industrielle Entlohnung. Ein Beitrag zum Problem der betrieblichen Lohnfindung und wurde im selben Jahr Privatdozent in München. Von 1963 bis 1964 war er Lehrbeauftragter für Bankbetriebslehre an der Georg-August-Universität Göttingen.[1] Danach übernahm er eine ordentliche Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre der Banken an der Technischen Universität Berlin und wurde dort Direktor des Instituts für Bankwesen. Von 1978 bis 1979 war er Vorsitzender des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultätentages. Er ist ordentliches Mitglied in der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Die Geschichte des deutschen Handwerks (= Die kleine Handwerker-Bücherei. Band 1). Gerlach, München u. a. 1956.
  • (Hrsg.): Rentabilität und Risiko. Zu Fragen der Ertragsgestaltung im Bankbetrieb. Knapp, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-7819-0364-8.
  • (Hrsg.): Gewinnplanung in Kreditinstituten. Neuere Ansätze der Erfolgssteuerung. Knapp, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-7819-0392-3.

Literatur

  • Reinhard Nagel, Klaus Serfling (Hrsg.): Banken, Performance und Finanzmärkte. Festschrift für Karl Scheidl zum 80. Geburtstag. Knapp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-8314-0825-2.
  • Scheidl, Karl. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1064–1065.

Einzelnachweise

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