Karl Thaler (Forstmeister)
deutscher Forstmeister
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Karl Thaler (* 17. Oktober 1842 in Grünberg; † 13. April 1930 in Darmstadt) war ein deutscher Forstmeister.
Leben
Karl Thaler wurde als Sohn eines Landrichters geboren und absolvierte nach dem Abitur am Großherzoglichen Gymnasium in Büdingen von 1859 bis 1861 ein Studium der Forstwissenschaften an der Ludwigs-Universität Gießen, wo er Mitglied des Corps Teutonia Gießen[1] war und das Staatsexamen ablegte. 1869 kam er als Oberförster in die Oberförsterei Ortenberg und wurde am 27. Juni 1884 zum Forstmeister beim Forstamt Grünberg befördert[2]. Vom selben Jahr an bis zum Jahre 1895 war er Inspektionsbeamter am Forstamt Gießen und anschließend im Forstamt Darmstadt.[3] Seine Verdienste lagen unter anderem in der Einführung von Pflegekulturen und der Anlage des Kurparks in Bad Nauheim. Sein Wirken gilt als bahnbrechend,[4] weshalb er von der Universität Gießen mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet wurde.[4] Nach ihm wurde auch die „Thaler-Hütte“ in Bad Nauheim benannt.[5]
Thaler wechselte in die Forstabteilung des Finanzministeriums der Regierung des Großherzogtums Hessen, wo er am 13. Juli 1898 mit Wirkung zum 1. Oktober 1898 zum vortragenden Rat unter Verleihung des Amtstitels Oberforstrat ernannt wurde.[6]
Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1908 war er stellvertretender Vorsitzender der Prüfungskommission für das Forstfach.
Zur Vermeidung von Forstschäden durch Dürre empfahl Forstrat Thaler die Anlage von Schutzstreifen an den südwestlichen Waldrändern.[7]
Auszeichnungen
- 25. November 1884 Verdienstorden Philipps des Großmütigen Ritterkreuz I. Klasse[8]
- 1908 Verdienstorden Philipps des Großmütigen, Komturkreuz II. Klasse[9]
- Geheimer Oberforstrat
- Ehrendoktor der Universität Gießen
Weblinks
- Thaler, Karl. Hessische Biografie. (Stand: 13. April 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Klaus-Dieter Rack: Thaler, Karl. In: Stadtlexikon Darmstadt.