Karl Wagner (Maler)

deutscher Maler und Gewerbelehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Karl Borromäus Johannes Wagner (* 3. November 1903 in Pfronstetten; † 23. Oktober 1996 in Friedrichshafen) war ein deutscher Maler und Gewerbelehrer. Sein künstlerisches Schwergewicht lag auf der Darstellung von Landschaften der Schwäbischen Alb und der Bodenseeregion.

Tübingen, 1946

Leben

Karl Wagner wurde 1903 als eines von zwölf Kindern eines Dorfschullehrers auf der Schwäbischen Alb geboren. Nach seiner Ausbildung zum Volksschullehrer fand er zunächst keine Anstellung und war als technischer Zeichner tätig, bevor er ein Studium zum Gewerbelehrer absolvierte.

Zwischen 1931 und 1936 vertiefte Wagner seine künstlerische Ausbildung in Stuttgart, wo er unter anderem Schüler von Adolf Hölzel und Max Ackermann war. In seiner künstlerischen Ausrichtung orientierte er sich stark an den Arbeiten von Paul Cézanne.

Beruflich war Wagner als Gewerbelehrer an verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg tätig, darunter in Ellwangen, Gerabronn, Stuttgart-Untertürkheim, Ehingen, Fellbach, Weingarten und Ravensburg. Den Schwerpunkt seines späten Schaffens und seinen Lebensmittelpunkt bildete schließlich Friedrichshafen am Bodensee.

Wagner war dreimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe (1933) mit Theresia Glöggler (1904–1948) gingen zwei Kinder hervor. 1950 heiratete er die Ärztin Hildegard Kahlen (1921–1952), die bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes verstarb. 1955 schloss er die Ehe mit der Ärztin Margarethe Thormann (1913–2010), aus der eine Tochter hervorging.

Werk und Rezeption

Hagnau

Wagners Œuvre umfasst Aquarelle, Ölgemälde sowie Linol- und Holzschnitte. Während seine Aquarelle oft durch eine spontane Farbgebung auf präzisen Skizzen charakterisiert sind, zeichnen sich seine Druckgrafiken und Ölbilder durch eine detailreiche, teils akademische Ausarbeitung aus.

Häufig als „Maler des Bodensees und der Schwäbischen Alb“ bezeichnet, erzielte er mit seinen Naturdarstellungen eine Popularität, die über die regionale Ebene hinausreichte. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Frankreich und Österreich gezeigt.

Ein Großteil seines Nachlasses befindet sich in Familienbesitz und ist digital dokumentiert.

Ausstellungen (Auswahl)

  • Biberach/Riß (Nusser)
  • Paris (Ausstellung Salon sans Frontière im Pavillon des Arts) 1977
  • Tübingen und Stuttgart (Schaller) 1946
  • Tuttlingen (Palette) 1947
  • Stadt Fellbach
  • Fähre Saulgau (Württ. Gewerbeschulmänner)
  • Reutlingen
  • Koblenz
  • Friedrichshafen (Museum und Kreissparkasse)
  • Tettnang
  • Dornbirn (Galerie Dr. Rhomberg)
  • Lustenau (Neufeldgalerie)
  • Museum Langenargen, 1978 und 2003

Literatur

  • Jagstzeitung. 1. April 1930, zur Ausstellung Karl Wagner in Ellwangen.
  • Rhein-Zeitung. 8. April 1964, zur Ausstellung in Koblenz.
  • Schwäbische Zeitung. 19. Februar 1968 und 10. August 1969, zu den Ausstellungen im Bodenseemuseum 1968, sowie August 1969.
  • Schwäbische Zeitung. 11. Juli 1973, zur Aquarellausstellung in Friedrichshafen.
  • Schwäbische Zeitung. 13. Dezember 1978, Gisela Linder über Karl Wagner.
  • zentrale Quelle: Erinnerungen. Das Leben von Karl Wagner, zusammengefasst von Hermann Wagner[1]

Einzelnachweise

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