Karl Zimmer (General)
deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr
From Wikipedia, the free encyclopedia
Karl Zimmer (* 25. November 1930 in Nieder-Mörlen, heute Bad Nauheim; † 28. März 2023) war ein deutscher Generalmajor des Heeres der Bundeswehr.
Leben
Zimmer absolvierte 1951 das Abitur und studierte von 1951 bis 1956 Philosophie und Katholische Theologie in Mainz und Luzern. 1956 trat er bei der Panzeraufklärungstruppe in die Bundeswehr ein, wurde 1957 Leutnant, war von 1958 bis 1961 Zugführer und Hörsaal-Offizier an der Heeresoffizierschule II in Hamburg und von 1961 bis 1964 Hörsaalleiter und Inspektionschef an der Panzertruppenschule in Munster.[1]
Von Oktober 1963 bis September 1965 absolvierte Zimmer den 7. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde,[2] und wurde 1966 zum Major ernannt. Anschließend war er von 1966 bis 1969 Referent für Militärpolitik, 1969 Generalstabsoffizier für Planung, Ausbildung und Organisation (G 3) der 10. Panzerdivision in Sigmaringen, wurde 1970 Oberstleutnant und war von Oktober 1970 bis Oktober 1972 Bataillonskommandeur des Panzeraufklärungsbataillons 1 in Braunschweig.[3.1] Danach war er von 1972 bis 1974 Dozent für Truppenführung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wurde 1974 Oberst, war von Juni 1974 bis September 1976 Chef des Stabes der 4. Jägerdivision in Regensburg[3.2] und von 1976 bis 1981 Referatsleiter I 14 und I 6 (Militärwissenschaft, Bibliothekswesen, Dokumentation) im Führungsstab der Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.[1]
Zimmer wurde im April 1981 letzter Brigadekommandeur der Panzerbrigade 34 (alt) in Kassel[3.3] und ab Oktober 1981 erster Brigadekommandeur der Panzerbrigade 6 (neu) in Hofgeismar.[3.4] 1983 erfolgte die Ernennung zum Brigadegeneral.[1] Anschließend war er von Oktober 1984 bis September 1987 Stabsabteilungsleiter I (Innere Führung, Personal, Ausbildung) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn[3.5] und in seiner letzten Verwendung ab dem 18. September 1987[4] stellvertretender Kommandierender General des III. Korps in Koblenz.[3.6] Mit Ablauf des September 1989 wurde er in den Ruhestand versetzt.[5]
Zimmer war römisch-katholisch und hatte eine Tochter[1] sowie einen Sohn, Benedikt Zimmer, Generalleutnant und Staatssekretär außer Dienst. Karl Zimmer lebte zuletzt in Abenberg[6] und starb 2023 im Alter von 92 Jahren.[7]
Auszeichnungen
- 1976: Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[1]
- 1982: Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold[1]
- 1989: Legion of Merit, Degree of Officer[4]
- 1989: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland[8]
Siehe auch
Literatur
- Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 177.