Karl Zulkowsky
Chemiker
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Karl Zulkowsky, auch Karl Zulkowski geschrieben, (* 7. April 1833 in Witkowitz (Vítkovice)[1]; † 23. Dezember 1907 in Prag[2]) war ein österreichischer Chemiker und Hochschullehrer.[3]
Er studierte Chemie am Polytechnischen Institut Wien, wo er danach fünf Jahre lang als wissenschaftlicher Assistent für Chemische Technologie tätig war.
Von 1860 bis 1865 war er Direktor eines Stahlwerks. Ab 1869 lehrte er als Nachfolger von Friedrich Marian Chemische Technologie an der Tschechischen Technischen Hochschule Brünn und wurde 1870 zum Professor ernannt. 1875 erfand er die Lösliche Stärke nach Zulkowsky. 1887 ging er an die Deutsche Technische Hochschule Prag, wo er bis zu seinem Ruhestand im Juni 1904 die Lehrkanzel für Chemische Technologie innehatte.[4]
Im Jahr 1892 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[5]
Schriften
- Über die chemische Zusammensetzung eines Glimmerschiefers vom Monte Rosa und der Rapilli vom Köhlerberge bei Freudenthal in Schlesien. 1859. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
- Über eine jodometrische Bestimmung der Chromsäure. 1868.
- Bemerkungen zur Rosanilin- und Rosolsäure-Frage. 1876. (doi:10.1002/cber.18760090212)
- Über einen Apparat zur bequemeren Bestimmung des Stickstoffs. 1876.
- Als Filtrirapparat für präparative Arbeiten. 1879.
- Verhalten der Stärke gegen Glycerin. 1880. (doi:10.1007/BF01356597)
- Über die krystallisirbaren Bestandtheile des Corallins. 1880.
- Beitrag zur Prüfung der Fette. 1883.
- Eine Mineralmühl. 1887.
- Über das Orceïn. 1890.
- Über die Constitution des Andalusits und des Disthens. 1900. (doi:10.1007/BF01525996)
Literatur
- Constantin von Wurzbach: Zulkowsky, Karl. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 60. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1891, S. 305 f. (Digitalisat).
- Vom Tage. Hofrat Dr. Karl Zulkowski. In: Prager Tagblatt, Nr. 354 vom 23. Dezember 1907, S. 2. (Digitalisat)