Karl von Wied-Runkel

Präsident des Reichskammergerichts From Wikipedia, the free encyclopedia

Herkunft und Familie

Karl war ein nachgeborener Sohn von Georg Hermann Reinhard Graf von Wied-Runkel (* 9. Juli 1640; † 7. Juni 1690) und seiner zweiten Gattin Johanna Elisabeth, geb. Gräfin zu Leiningen-Westerburg (* 27. Januar 1659; † 27. März 1708).[2] Die Mutter vermählte sich 1692 zum zweiten Mal, mit Graf Theodor Adolf zu Metternich-Beilstein, und wurde 1695 abermals Witwe.[3] Sein Onkel (Bruder der Mutter[3]) war der evangelische Reichskammergerichtspräsident Johann Anton zu Leiningen-Westerburg in Schadeck,[4] der nach dem frühen Tod des Vaters auch die Vormundschaft für Karl und seine Geschwister führte.[5]

Karl heiratete am 18. Februar 1707 Caroline Albertine von Lippe-Detmold (* 14. Oktober 1674; † 13. Juli 1740). Aus diesem Geschlecht stammte bereits seine Großmutter mütterlicherseits, eine Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe.[6] Der Ehe gingen insgesamt sieben Kinder hervor, davon erreichten vier das Erwachsenenalter[7]:

  • Frederike Amalie Sophie (* 5. September 1708; † 17. August 1777), Stiftsdame im evangelischen Stift Herford
  • Johann Wilhelm Karl (* 1709; † 22. März 1710)
  • Wilhelm Franz Friedrich Karl (* 1710; † 18. Februar 1711)
  • Franz Karl Christoph (* 17. Oktober 1711; † 5. September 1757 in Egmont), holländischer Generalmajor; ⚭ 20. Oktober 1738 Judith Maria Baronesse van Aylva, (* um 1698; † 22. Mai 1756)
  • Heinrich Georg Friedrich (* 19. Oktober 1712; † 23. Februar 1779), österreichischer General und Gouverneur von Mailand
  • Johann Ernst (* 1713; † 1715)
  • Karl Heinrich (* 13. August 1716; † 30. März 1783), Oberst der Generalstaaten und Ritter des Kurpfälzischen Löwenordens

Wirken

Karl von Wied-Runkel wurde 1724 zum evangelischen Präsidenten (Vorsitzender Richter eines der Senate) des Reichskammergerichts ernannt, ein Amt, das er bis zu seinem Tod 1764 innehatte.[8] Eine Pensionierung der Richter am Reichskammergericht war nicht vorgesehen.[9] Er trug den Titel eines „Wirklichen kaiserlichen Geheimrates“.[10]

Literatur

  • Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V.: Reichskammergerichtsmuseum [Katalog]. 2. Auflage. Wetzlar 1997. ohne ISBN, [Katalog], S. 76, Nr. 41.

Einzelnachweise

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