Karminspint

Art der Gattung Merops From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Karminspint (Merops nubicoides) ist ein Vogel aus der Familie der Bienenfresser (Meropidae).[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Karminspint

Karminspint (Merops nubicoides)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Rackenvögel (Coraciiformes)
Familie: Bienenfresser (Meropidae)
Gattung: Merops
Art: Karminspint
Wissenschaftlicher Name
Merops nubicoides
(Des Murs & Pucheran, 1846)
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Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Scharlachspint (Merops nubicus) angesehen.[2] Sie wird derzeit als monotypisch betrachtet.[3]

Er kommt in Subsahara-Afrika vor: Südangola, Namibia im Caprivistreifen, von Südsambia bis Südmalawi und Mosambik. Er überwintert in Burundi bis Südafrika.

Ausbreitungsgebiet des Merops nubicoides

Das Verbreitungsgebiet umfasst offene baumbestandene Flächen und Savannen und reicht bis 1770 m in Sambia und bis 2200 m in Malawi.[2][4]

Die Art ist ein intra-afrikanischer Zugvogel, erreicht das Brutgebiet zwischen August und September und verlässt es ab Dezember bis März/April wieder. Sie ist sehr gesellig.[5]

Das Artepitheton kommt von altgriechisch -οιδης -oidēs, deutsch ähnlich dem Karminspint (Merops nubicus), letztere Bezeichnung bezieht sich auf die Nuba-Berge.[6]

Beschreibung

Der Karminspint ist mit 24–27 cm (zusätzlich bis 12 cm zentrale Schwanzfedern) der größte afrikanische Bienenfresser und wiegt zwischen 44 und 66 g. Charakteristisch ist die rosarote Gefiederfärbung. Beim Weibchen sind die Schwanzfedern etwas kürzer. Jungvögel sind blasser gefärbt und haben kürzere Schwanzfedern, manchmal auch einen roten Hauch an der Kehle.

Die Art unterscheidet sich vom Scharlachspint (Merops nubicus) weder im Ruf noch in Ernährung, Brutweise oder Zugverhalten, aber ist an Kinn, Kehle und Bartregion rosa und nicht schwärzlich-türkis, der Scheitel ist grünlicher, die Iris ist schwarz und nicht rot, die Schwanzunterseite ist grau bis dunkelgrau und nicht gelblich-grau, schließlich sind die mittleren Schwanzfedern deutlich länger.[2][5][7]

Stimme

Der Ruf des Männchens entspricht dem des Karminspintes.

Lebensweise

Die Nahrung besteht aus einer Vielzahl von Insekten, bis zu 80 % aus Honigbienen.

Die Brutzeit liegt am Beginn der Regenzeit in den Niederungen, etwas früher in großen Höhen. Gebrütet wird in großen Kolonien dicht an dicht mit Hunderten von Nestern oder mehr bevorzugt in steilen Uferrändern aus frischem, vegetationsfreiem Sand, aber auch in sandigem Untergrund. Die Niströhren werden von beiden Geschlechtern gegraben. Das Gelege besteht aus 2–5 Eiern.[2][7]

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur

  • Des Murs & Pucheran: Merops nubicoides. In: Revue Zoologique, par la Société Cuvierienne, Band 9, S. 243, 1846, Biodiversity Library

Einzelnachweise

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