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Karpaten-Katzenpfötchen

Art der Gattung Katzenpfötchen (Antennaria) From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)[1] ist eine Pflanzenart aus der Gattung Katzenpfötchen (Antennaria) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).[2] Sie gedeiht in den europäischen Gebirgen: Alpen, Pyrenäen und den Karpaten.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Karpaten-Katzenpfötchen

Karpaten-Katzenpfötchen (Antennaria carpatica)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Katzenpfötchen (Antennaria)
Art: Karpaten-Katzenpfötchen
Wissenschaftlicher Name
Antennaria carpatica
(Wahlenb.) Bluff & Fingerh.
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Beschreibung

Illustration
Habitus, Laubblätter und Blütenstände

Vegetative Merkmale

Das Karpaten-Katzenpfötchen wächst als überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 10 bis 20, selten bis zu 25 Zentimetern. Im Gegensatz zum Gewöhnlichen Katzenpfötchen bildet es keine oberirdische Ausläufer. Die oberirdischen Pflanzenteile sind wollig-weißfilzig behaart. Der aufrechtem Stängel ist unverzweigt.

Die ganzrandigen Laubblätter sind unten meist länglich-verkehrt-eilanzettlich, die oberen länglich bis linealisch. Beide Blattflächen sind wollig filzig behaart.

Generative Merkmale

Das Karpaten-Katzenpfötchen ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). In einem endständigen, doldentraubigen Gesamtblütenstand befinden sich zwei bis sechs körbchenförmige Teilblütenstände. Die Hüllblätter besitzen bräunliche Anhängsel und die inneren sind bräunlich sowie trockenhäutig. Die männlichen Blüten sind weißgelb, die weiblichen weiß bis rot.

Die Blütezeit liegt zwischen Juli und September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.[3]

Vorkommen

Das Karpaten-Katzenpfötchen gedeiht in den Alpen, Pyrenäen und den Karpaten. Es hat ursprüngliche Vorkommen in Spanien, Frankreich, Italien, in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Polen, in der Slowakei und in der Ukraine.[4]

In Österreich kommt es zerstreut in den Zentralalpen, in den Kalkalpen selten in den subalpinen bis alpinen Höhenstufen vor, es fehlt im Burgenland, Wien und Niederösterreich.

Das Karpaten-Katzenpfötchen gedeiht in Höhenlagen von 1400 bis 3200 Metern an Standorten mit schwach sauren Böden in trockenen, windexponierten Lagen (wind- und schneegefegte Grate). Es ist eine Elynion-Verbandscharakterart.[3] In Deutschland kommt es nur in den Allgäuer und den Berchtesgadener Alpen vor. In den Allgäuer Alpen steigt es am Gipfel des Rauheck in Bayern bis in eine Höhenlage von 2383 Meter auf.[5]

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt & al. 2010 sind nach InfoFlora in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).[2]

Systematik

Die Erstbeschreibung erfolgte 1833 unter dem Namen (Basionym) Gnaphalium carpaticum durch Göran Wahlenberg in Flora Suecica (Wahlenberg), Band 2, Seite 535–536.[4][6] Die Neukombination zu Antennaria carpatica (Wahlenb.) Bluff & Fingerh. wurde 1825 durch Mathias Joseph Bluff und Carl Anton Fingerhuth in Compendium Florae Germaniae, Band 2, Seite 348 veröffentlicht.[4][6]

Je nach Autor gibt es von Antennaria carpatica zwei Unterarten:[4]

  • Antennaria carpatica (Wahlenb.) Bluff & Fingerh. subsp. carpatica: Sie kommt in Polen, in der Slowakei und in der Ukraine vor.[4]
  • Antennaria carpatica subsp. helvetica (Chrtek & Pouzar) Chrtek & Pouzar: Sie kommt in Spanien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und Kroatien vor.[4]

Quellen

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