Kastaniendrossel

Art der Gattung Echte Drosseln (Turdus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kastaniendrossel (Turdus rubrocanus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drosseln (Turdidae).[1][2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Kastaniendrossel

Kastaniendrossel (Turdus rubrocanus)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Drosseln (Turdidae)
Unterfamilie: Turdinae
Gattung: Echte Drosseln (Turdus)
Art: Kastaniendrossel
Wissenschaftlicher Name
Turdus rubrocanus
J. E. Gray & G. R. Gray
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Der Vogel brütet im Westen des Himalayas und im südwestlichen und zentralen China, er überwintert im östlichen Himalaya und nördlichen Südostasien.

Der Lebensraum umfasst im Brutgebiet Nadel- und Mischwald, Eichenwälder mit schattigem Unterwuchs von 2100 bis 3200 m, im Überwinterungsgebiet von 1200 bis 3050 m. ü. M., seltener in Südostasien auch bis 200 m hinab.[3][4]

Der Artzusatz kommt von lateinisch ruber rot und lateinisch canus grau.[5]

Merkmale

Der Vogel misst 25–28 cm und wiegt 85–100 g. Das Männchen ist orange bis kastanienbraun mit schwarzen Flügeln und schwarzem Schwanz, auch die Unterseite ist kastanienbraun. Die scharf abgegrenzte Kopfkappe ist weißlich und geht an den Nackenseiten in aschgrau über als blasses Nackenband. Der Steiß ist schwärzlich mit weißer Berandung. Der Augenring, der Schnabel und die Beine sind gelb. Das Weibchen ist gleichmäßiger bräunlich, am Kopf etwas dunkler, Flügel und Schwanz brauner. Jungvögel haben einen dunklen Kopf mit matt rotbraunem Rücken, orange gefleckten Schulterfedern, sind an Kinn und Kehle weißlich mit dunkel geflecktem Kinnstreif und sind an der gelbbraunen Unterseite kräftig gefleckt.[3][4]

Geografische Variation

Es werden folgende Unterarten anerkannt:[1][4][6][7]

Stimme

Der Gesang des Männchens wird meist während der Morgen- und Abenddämmerung von einer Singwarte aus vorgetragen, er wird als angenehme Folge lauter klingender Phrasen beschrieben „yii-bre yii-bre yii-bre… diddyit diddyit… yip-bru yip-bru yip-bru…“ und erinnert an eine Amsel (Turdus merula) oder Singdrossel (Turdus philomelos). Rufe sind ein tiefes „chuck-chuck-chuck“ und schnelles hohes „kwik-kwik, kwik-kwik“ als Warnruf.[4]

Lebensweise

Die Art ist ein Zugvogel mit Höhenwanderung im Himalaya, auch Kurzzieher nach Nepal. In China nur Teilzieher. Irrgäste wurden in Thailand, Laos und Nordvietnam beobachtet.

Der Vogel ist monogam, allerdings mit Ausnahmen.[9]

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Schnecken und Beerenobst, besonders im Winter. Gesucht wird hauptsächlich am Erdboden im Wald und im Dickicht. Die Art tritt oft in kleinen Gruppen auf, auch zusammen mit anderen Drosseln während des Winters.

Die Brutzeit liegt zwischen April und August. Das Nest ist eine dünne Schale auf Zweigen, Gräsern, Wurzeln und Moos auf dem Erdboden freiliegend unter Baumwurzeln oder in wenigen Metern Höhe in einem kleinen Baum oder einer Baumhöhle. Das Gelege besteht aus 2–4 grünlichen Eiern mit bräunlichen Flecken.[4]

Gefährdungssituation

Die Kastaniendrossel gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[10]

Literatur

  • J. E. Gray und G. R. Gray: Turdus rubrocanus. In: Catalogue of the specimens and drawings of mammalia and birds of Nepal and Thibet. Presented by B. H. Hodgson, Esq. to the British Museum, S. 81, 1847, Biodiversity Library
  • E.C. Dickinson & M. Walters: Systematic notes on Asian birds. 56. The authorship and date of Turdus rubrocanus. In: Zoologische Mededelingen, Band, 80, Heft 5, S. 179–184, 2006, PDF

Einzelnachweise

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